Brandsicherheit von Baumaterial

06.07.2013 by

An was du besonders denken musst, wenn du Baumaterial wählst, ist die Brandsicherheit. Dein Bauguide hat die Fakten zusammengestellt.

Baumaterial wählen

Das richtige Baumaterial zu wählen ist nicht ganz einfach, denn viele Faktoren müssen in die Überlegung miteinbezogen werden. Hierzu gehören:

  • Brandsicherheit
  • Funktionalität
  • Kosten
  • Einbau
  • Instandhaltung
  • Haltbarkeit

Keines der Baumaterialien ist in allen Aspekten optimal. Ein Baustoff kann mit Blick auf die Brandsicherheit gut sein, kostet allerdings mehr, wenn beispielsweise nach einem Brand repariert werden muss. Als Bauherr tut man gut daran, das Material im Ganzen zu beurteilen, ohne dabei die möglichen Risiken außer Acht zu lassen.

Kommt es zu einem Brand, ist es selbstverständlich, dass nicht brennbare Konstruktionen besser sind, als brennbare. Das Feuer ist in diesem Fall leichter zu löschen, die Ausbreitung der Flammen wird minimiert und die Schäden werden nicht so umfassend.

Brandsicherheit von Styropor

Styroporgilt nicht als brandsicher. Als ein häufig verwendeter Dämmstoff ist Ursache oder Beschleuniger vieler Brände. Styropordämmung an sich ist, im Vergleich zu anderen Dämmmaterialien, recht leicht entzündlich.

Feuerwehrmänner bekämpfen einen Brand.

In punkto Brandsicherheit von Baumaterial gilt es, die Baustoffe im Ganzen zu beurteilen und zu wissen, was wo verbaut worden ist.

Meist liegt die Ursache von Bränden aber weniger auf das Material, als auf Fehler in der Anwendung zurückzuführen. Als Bauherr gilt es also, sich der möglichen Gefahr bewusst zu sein.

Wir eine Wand mit Styropor gedämmt, muss die Innen- und Außenseite aus nichtentzündlichem Material wie Gips oder Putz bestehen. Außerdem darf die Wand nicht geöffnet werden, so dass im Brandfall Feuer nach innen gelangen kann.

Trotz allem ist der schlechte Ruf von Styropor nicht ganz unbegründet, da es sich zu einem regelrechten Brandbeschleuniger entwickeln kann.

Lese hier mehr zum Brandrisiko Styropor.

Brandrisiko auf dem Dachboden

Auf dem Dachboden ist es etwas heikler. Mineralwolle ist nicht entzündlich und somit ein größerer Schutz gegen Brände als Styroporplatten. Allerdings ist das Brandrisiko nicht einfach mit dem richtigen Material zu stoppen.

Zwar beginnt Glaswolle nicht von selbst zu brennen, ein Feuer kann sich jedoch trotzdem durch unterschiedliche Ursachen bis unter den Dachboden ausbreiten. Ein Feuer sollte also erst gar nicht ausbrechen. Hier gilt es im Vorfeld Maßnahmen zu ergreifen:

  • Elektroinstallationen müssen abgesichert werden.
  • Brandsperren in der Fassade sollten verhindern, dass sich ein Feuer in den unteren Stockwerken bis zum Dachboden ausbreiten kann.
  • Es kann nötig sein, den Dachboden in Sektionen aufzuteilen.

Brandsicherheit von Wänden

Werden zusätzliche Wände gezogen entscheiden sich Bauherren häufig für Span- oder Gipskartonplatten. Es liegt auf der Hand, dass Spanplatten in Bezug auf den Brandschutz schlechter sind. Allerdings können nicht überall Gipskartonplatten eingesetzt werden – vor allem dort, wo es feucht werden kann. Holz brennt zudem meist in einer recht beherrschbaren Geschwindigkeit, so dass etwas Zeit für Rettungs- und Löschmaßnahmen bleibt.

Nicht zuletzt ist es das Material, mit der die Wand verkleidet wird, das den Ausschlag geben kann. Eine Papiertapete auf einer Gipskartonplatte kann auch gefährlich werden. Bei der Verkleidung ist eigentlich kein Material optimal.

Auch bei Beton und Putz kann es zu Problemen kommen. Bei einem Brand können sich Risse bilden und das Material bröckelt ab. So verschwindet der Brandschutz Stück für Stück und befindet sich darunter brennbares Material wird dieses nach und nach freigelegt. Nach einem Brand muss dann die gesamte Wand erneuert werden.

Die Brennbarkeit von Holz ist heutzutage gut abzuschätzen und die Verkleidung kann dann stückweise repariert werden. Allerdings kann es durch die Löscharbeiten zu großen Schäden kommen.

Fazit

Um das Brandrisiko überschaubar zu halten gilt es, die Hauskonstruktion zu analysieren und sich darüber bewusst zu sein, was wo verbaut worden ist. Es kann nicht abschließend gesagt werden, dass das eine Material besser ist als das andere, denn es kommt auf die Kombination an.

Das Brandrisiko muss im Ganzen gesehen werden. Wo brennt es? Welche Folgen kann der Brand haben? Wo befinden sich die Fluchtwege? All diese Aspekte müssen mit einbezogen werden.

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