Brandrisiko Styropor

28.03.2012 by

Ein gut gedämmtes Haus ist wichtig und nicht selten wird Styropor verwendet. Was viele nicht wissen: Styroporplatten bringen ein nicht zu unterschätzendes Brandrisiko mit sich, denn sie sind leicht entzündlich. Dein Bauguide berichtet über das Brandrisiko Styropor.

Styropor als Wärmedämmung

Styropor als Dämmmaterial ist beliebt, denn einige Vorteile liegen klar auf der Hand: günstig in der Anschaffung und leicht zu verarbeiten. Dies führt dazu, dass in gut 80 Prozent der Fälle Styropor zur Dämmung von Gebäuden verwendet wird.

Feuerwehrmänner stehen vor einem brennenden Haus.

Styropor als Dämmaterial kan bei einem Brand zu einer unkalkulierbaren Katastrophe führen.

Brandrisiko Styropor

Der recht günstige Baustoff kann jedoch zur Todesfalle werden. Gerät eine Fassade, die mit Styropor gedämmt ist, in Brand, greift das Feuer schnell auf das gesamte Gebäude über. Das geht so schnell, dass man kaum Zeit hat zu fliegen – vor allem, wenn man im Schlaf vom Feuer überrascht wird.

Und es sind nicht nur die Flammen, die eine Gefahr stellen. Beim Brand von Styropor entstehen schwarze, hochgiftige Rauchgase.

Styropor kann man nicht als feuerfest bezeichnen. Obwohl es als schwer entflammbar gilt, kann es genau gegensätzlich wirken: nämlich als Brandbeschleuniger. Dies liegt vor allem daran, dass Styropor bei Feuer ein besonderes Verhalten an den Tag legt. Brennt Styropor beginnt es zu schmelzen und das Feuer läuft regelrecht die Fassade entlang und in andere Wohnungen.

Zwar ist vorgeschrieben, bei Häusern mit einer Höhe von mehr als sieben Metern Brandsperren aus Mineralwolle in der Isolierung einzubringen, trotzdem setzen Experten vor allem auf Aufklärung bezüglich der Sicherheit verscheidenener Dämmstoffe.

Alternative Mineralwolle

Experten empfehlen, die Dämmung komplett aus Mineralwolle zu errichten. Mineralwolle besteht aus Fasern aus Glas und Gestein – Stoffe die nicht brennbar sind. Zwar kann sich das Feuer auch hier durch geborstene Fensterscheiben weiter ausbreiten, jedoch dauert das viel länger als bei Styropor. Wertvolle Zeit, für die Brandbekämpfung und die Rettung der Bewohner.

Noch wird Mineralwolle jedoch eher selten als Dämmstoff verwendet. Dies liegt vor allem daran, dass das Material etwa um das Doppelte teurer ist als Styropor. Jedoch würde schon ein Streifen über jeder Tür und den Fenstern das Brandrisiko beträchtlich verringern, da die aus den Fenstern schlagenden Flammen nicht direkt mit dem Styropor in Kontakt kämen.

Mache Dein Haus brandsicher

Um die Brandsicherheit zu erhöhen gibt es ein paar Maßnahmen, die ergriffen werden können:

  • Finde heraus, aus welchem Material Dein Haus besteht.
  • Oft sind Mauersteine innen mit brennbarem Material gefüllt. Alternative: feuerfester Perlit.
  • Achte auf einen Fluchtweg für die oberen Stockwerke, denn oft ist es das Treppenhaus das durch die entstehenden Rauchgase undurchdringlich wird.
  • Installiere funktionierende Brand- bzw. Rauchmelder, die Dich im Ernstfall rechtzeitig wecken.
  • Lasse nie Kerzen unbeobachtet brennen.
  • Passe bei der Zubereitung von Essen auf, denn dadurch erhöht sich das Bransrisiko.
  • Schalte elektronische Geräte immer aus wenn Du sie nicht brauchst.
  • Lasse zum Beispiel nie die Waschmaschine oder den Geschirrspüler laufen, wenn Du nicht zuhause bist.

Lese zum Thema auch unsere Artikel „Brandschutz – Im Ernstfall lebensnotwendig“ und „Lebensretter Brandmelder“.

Diskutiere gerne Styropor als Dämmmaterial und Brandschutz im Kommentarfeld oder in unserem Forum.

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