Giftige Pflanzen – Kindersicherheit im Garten

03.08.2013 by

Viele Pflanzen sind schön anzuschauen. Manchmal sehen sie zudem recht appetitlich aus. Dein Bauguide hat ein paar der giftigen Pflanzen aufgelistet, die in einem kindersicheren Garten eigentlich nichts zu suchen haben.

Viele bunte Blumen sind schön anzuschauen, können aber giftig sein und haben in einem kindersicheren Garten nichts zu suchen.

Viele bunte Blumen sind schön anzuschauen, können aber giftig sein und haben in einem kindersicheren Garten nichts zu suchen.

Giftige Pflanzen

Weder Familien mit Kindern noch die Großeltern möchten, dass der Garten für die Kleinen eine Gefahr darstellt. In der Regel verursachen die meisten Beeren lediglich Bauchschmerzen. Sie schmecken selten gut und werden direkt ausgespuckt. Nicht immer geht es jedoch so harmlos aus.

Um auf Nummer sicher zu gehen sollten unter anderem folgende Pflanzen im Garten vermieden werden.

Beispiele giftiger Pflanzen

Seidelbast

Seidelbast mit rosa Blüten.

Seidelbast

Seidelbast oder Kellerhals ist ausgesprochen giftig und sollte sich nicht in der Nähe von Kindern befinden. Mit seinen roten Beeren ist er zwar nicht lecker, aber vielleicht verlockend. Samen und Rinde sind giftig und können sowohl die Haut reizen als auch Darmbeschwerden und Nierenschäden auslösen.

Gartengeißblatt

Blühendes Gartengeißblatt.

Gartengeißblatt

Die schönen Blüten des Gartengeißblatts verwandeln sich in rote oder bläuliche Beeren, die Magen- und Darmbeschweren auslösen können. Gleiches gilt für Liguster.

Schneebeere

Schneebeere mit weißen Früchten

Schneebeere

Mit der Schneebeere wird gerne gespielt, denn die Beeren knallen wenn man drauf tritt. Essen sollte man sie jedoch nicht, denn sie können Brechdurchfall auslösen.

Ein anderer giftiger Busch ist beispielsweise Oleander. Der Pflanzensaft des Bärenklaus kann regelrecht Verbrennungen auslösen.

Goldregen

Goldregen

Goldregen

Beim Goldregen sind alle Pflanzenteile, aber insbesondere die Samen hochgiftig und lösen Übelkeit, Erbrechen, Lähmungen und Kreislaufkollaps aus. Bereits vier bis fünf Schoten können tödlich sein.

Ebenfalls gelb blüht der Erbsenstrauch und ist weniger gefährlich.

Fingerhut

Fingerhut

Fingerhut

Fingerhut wird zwar in der Volksmedizin verwendet, sollte aber nicht verzehrt werden, da alle Pflanzenteile hochgiftig sind und bereits in geringer Dosis eine tödliche Wirkung haben können.

Maiglöckchen

Maiglöckchen ist giftig

Maiglöckchen

Alle Pflanzenteile sind stark giftig, auch die roten Beeren. Unter anderem kann es zu Hautreizungen, Übelkeit, Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand kommen. Achtung, es ist schon vorgekommen, dass die Blätter des Maiglöckchens mit essbarem Bärlauch verwechselt wurden.

Eibe

Eibe mit roten Früchten.

Eibe

Die Eibe hat giftige Zweige und Nadeln. Die roten Beeren sind ungefährlich. Nicht jedoch der Kern der roten Frucht. Normalerweise passiert der Kern den Darm unverdaut, so dass kein Gift freigesetzt wird – allerdings kann man sich nicht darauf verlassen.

1. Hilfe bei Vergiftungen

Hat das Kind sich doch einmal von einer Pflanze verführen lassen gilt es Ruhe zu bewahren. Lasse das Kind eventuelle Pflanzenreste ausspucken, um diese zu identifizieren. Nehme Kontakt mit einer Giftnotrufzentrale oder einem Giftinformationszentrum auf. Hier gibt es die Giftnotruf-Nummern.

Folgende Maßnahmen können zur ersten Hilfe bei Vergiftungen aller Art ergriffen werden:

  • Wasser, Tee oder Saft zu trinken geben – keine Milch, denn sie kann die Aufnahme des Gifts sogar beschleunigen.
  • Kein Erbrechen auslösen und kein Salzwasser geben.
  • Bei Augenkontakt mit fließendem Wasser ausspülen.
  • Bei Hautkontakt gründlich abspülen.
  • Bewusstlose Person in die stabile Seitenlabe bringen und den Notarzt rufen.

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