Schadstoffe – Wenn das Haus krank macht

07.10.2013 by

Bei Renovierungen können gesundheitsgefährdende Schadstoffe freigesetzt werden, die früher häufig als modernes Baumaterial verwendet wurden. Hierzu gehören beispielsweise verschiedenste Holzschutzmittel, Verbundstoffe oder Asbest. Was wenn das Haus krank macht? Dein Bauguide erklärt die die Risiken einer Renovierung und wie du dich schützen kannst.

Moderne Baustoffe der Vergangenheit

Nimmt man die Sanierung einer alten Immobilie in Angriff, kann es sein, dass Baustoffe wie Asbest, diverse Holzschutzmittel und Klebstoffe freigesetzt werden, die ernsthaft krank machen können.

Man renoviert die Fassade.

Vor einer Renoveriung eines älteren Hauses sollte unbedingt geprüft werden, ob Schadtoffe wie Asbest oder PCB im Baumaterial enthalten sind.

Vor einer Renovierung sollten also unbedingt Erkundigungen eingeholt werden, ob diese oder andere Schadstoffe im Haus verbaut wurden. So schützt man sich schon vorher vor bösen Überraschungen. Dies gilt vor allem für Häuser, die zwischen 1960 und 1980 gebaut wurden.

Maßnahmen gegen die versteckte Gefahr

Nicht immer kann man sehen oder riechen, ob diese Materialien verwendet wurden – einige davon sind heutzutage bereits verboten.

Wird saniert, müssen unbedingt einige Vorkehrungen eingehalten und gewissen Maßnahmen ergriffen werden.

Sind Balken und ähnliches von den schädlichen Mitteln betroffen, sollten diese am besten ganz entfernt werden. Wenn dies unmöglich ist, kann man die Holzteile mit einem speziellen Anstrich versiegeln.

Gleiches gilt für alte Holzböden, bei denen sich einige Teile gelöst haben und die nicht mit einer Lackschickt überzogen sind. Bei diesen Böden können Klebstoffe verwendet worden sein, die unter anderem giftige Stoffe wie PCB enthalten. Hier heißt es: am besten raus damit.

In alten Kunststoffböden aus PVC kann Asbest zu finden sein – Krebsgefahr. Wenn die Oberfläche gänzlich unbeschädigt ist, kann ein neuer Boden darüber verlegt werden.

Gerade ältere PVC-Böden können Asbestfasern enthalten.

Gerade ältere PVC-Böden können Asbestfasern enthalten.

Muss der Boden jedoch entfernt werden, darf nur eine Spezialfirma ran.

Es sind jedoch nicht nur Böden und Balken, die schädliche Stoffe enthalten können. Auch alte Nachtspeicheröfen können asbestverseucht sein. Ist der Ofen betroffen, muss dieser fachgerecht von Spezialisten entsorgt werden. Über die Gerätenummer lässt sich herausfinden, ob der Nachtspeicherofen Asbest enthält.

Auch moderne Baustoffe machen krank

Für besonders empfindliche Menschen sind es nicht nur die alten Materialien die schädlich sein können.

In Farben, Klebern und anderen Produkten können Stoffe enthalten sein, die sich mit der Zeit verflüchtigen und zu Kopfschmerzen, Atembeschwerden und ähnlichem führen können. Schon vor Beginn der Renovierung sollte also darauf geachtet werden, dass man nur schadstoffarme Produkte verwendet. Für Allergiker gibt es beispielsweise spezielle Anstriche auf Naturbasis.

Tipps: So schützt Du Dich

  • Erkundige dich, ob die gefährlichen Schadstoffe im Haus verbaut wurden.
  • Wende dich am besten an den damaligen Bauherren oder die Baufirma.
  • Bestehen Zweifel, ist es ratsam eine Analyse des Gebäudes in Auftrag zu geben.
  • Die betroffenen Teile sollten nur von Spezialfirmen entfernt und entsorgt werden.
  • Achte auch bei modernen Baustoffen darauf, dass diese schadstoffarm sind.

Hast du Fragen zu diesem Thema? Dann schreibe und gerne ins Forum oder einen Kommentar. Wir freuen uns auch, wenn du Erfahrung mit kritischen Renovierungen gemacht hast und deine wertvollen Tipps mit uns und unseren Lesern teilen möchtest.

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