Energiesparfenster – U-Wert bestimmt Isolierungsgrad

20.09.2012 by

Durch schlecht isolierte Fenster und Türen entweicht etwa ein Drittel der Wärme, die eigentlich zum Beheizen der Räume gedacht ist. Da erklärt es sich von selbst, dass gut isolierende Energiesparfenster die Heizkosten deutlich senken können. Dein Bauguide hat die wichtigsten Fakten über Energiesparfenster zusammengestellt.

Energiesparfenster isolieren

Fenster mit Einfachverglasung isolieren äußerst schlecht. Aber auch ältere Doppelglasfenster hängen modernen Standards weit hinterher. Durch kleinste spalten gelangt kalte Luft ins Innere.

Beschlagene Fensterscheibe.

Bei alten Fenstern geht viel Wärme verloren. Moderne Energiesparfenster helfen, die Heizkosten zu senken. © Daniel Bleyenberg  / pixelio.de

Aber es geht auch Wärme verloren. Die innere Fensterscheibe kühlt aus und die Wärme von Heizung und Körper strömt regelrecht nach draußen. Die so entstehenden Wärmebrücken führen also zu einem nicht unerheblichen Wärmeverlust.

Die Folge: Wir drehen die Heizung noch weiter auf. Da man dadurch aber schlichtweg zum Fenster hinaus heizt steigen die Heizkosten.

Energiesparfenster hingegen vermeiden den unerwünschten Wärmeverlust und senken zudem noch die Heizkosten.

Isolierglas

Bei Isolierglas ist der Zwischenraum zwischen den Fensterscheiben besonders gut isoliert. Zwischen den Scheiben befindet sich ein dichter Aluminiumrahmen als Abstandhalter. Der Zwischenraum ist mit einer speziellen Edelgasmischung gefüllt.

Das Spezialgas verringert den Energieverlust nach außen und Wärmebrücken werden vermieden. Fenster mit Energieverglasung gibt es als Doppel- oder Dreifachglasvarianten. Ein Fenster mit guter Energieverglasung kann sich deutlich auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar machen.

Wechsel zu Energiesparfenstern

Der Wechsel zu Energiesparfenstern ist teuer. Sind die vorhandenen Fenster jedoch alt und in schlechtem Zustand lohnt sich die Investition in gute Energiesparfenster. Die Ausgaben für neue Fenster amortisieren sich durch die Einsparungen bei den Heizkosten, die bis um 30 Prozent gesenkt werden können.

Sind die Fenster jedoch relativ neu und noch gut in Schuss ist ein kompletter Austausch unter Umständen noch nicht nötig. Alternativ kann eine zusätzliche Scheibe eingebracht werden, um aus dem Doppel- ein Dreifachfenster zu machen und so die Isolierung zumindest deutlich zu verbessern. Oder man tauscht die gesamte Verglasung gegen ein Isolierglasmodell – aber nur, wenn der Rahmen an sich in gutem Zustand ist.

U-Wert – je niedriger desto besser

Fenster sind mit dem U-Wert gekennzeichnet. Je niedriger dieser Wärmedurchgangskoeffizient ist, desto besser. Der U-Wert von Energiesparfenstern liegt bei 1,2 oder darunter. Ein richtig guter U-Wert liegt jedoch unter 0,9.

Weitere wichtige Faktoren

Nicht nur der U-Wert ist von Bedeutung. Ein Fenster sollte trotz guter Isolierung auch Wärme und Sonnenlicht durchlassen. Dieser sogenannte g-Wert wird beschreibt die Prozentzahl wie viel Wärme durch die Sonneneinstrahlung gewonnen wird. Liegt der g-Wert bei 0,5 dringen 50 Prozent der Sonnenstrahlung nach innen.

Es ist aber nicht nur die Beschaffenheit des Fensters selbst, die eine gute Wärmedämmung ausmacht. Auch die Bereiche um das Fenster herum beeinflussen den Wärmeverlust.

Werden die Fenster ausgetauscht sollte also im gleichen Zuge darüber nachgedacht werden, ob es sich nicht lohnt die Dämmung der Fassade zu verbessern und anders herum.

Einbau, Kosten und Förderung

Damit die Energiesparfenster ihren Zweck erfüllen, sollten sie nur von professioneller Hand eingebaut werden. Wid beim Einbau geschlammt, kann es zu Problemen wie Schimmelbildung kommen.

Energiesparfenster sind nicht gerade günstig. Je nach gewähltem Rahmenmaterial und der Art der Verglasung liegen die Kosten per Quadratmeter bei etwa 300 bis 700 Euro. Diese sollten aber in Relation mit den möglichen Einsparungen gesetzt werden.

Sparpotenzial gibt es beim Einbau von neuen Fenstern gleich doppelt:

  • Zum einen können die Handwerkerleistungen teilweise von der Steuer abgesetzt werden. Lese hierzu mehr unter „Handwerkerkosten sparen durch Steuervorteil“.
  • Zum anderen gibt es verschiedene Förderprogramme, beispielsweise durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW, durch die der Einbau energieeffizienter Fenster finanziell unterstützt wird.

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