Mit Windgas gegen Ökostromspeicherproblem

04.05.2012 by

Der Ausbau von Windparks schreitet immer weiter voran. Trotzdem steht in den Sternen, ob die Energiewende gelingt, obwohl immer mehr Menschen den Wechsle unterstützen. Dies liegt daran, dass die Stromnetze in Deutschland noch nicht für die produzierten Mengen Ökostrom ausgelegt sind. Um dieses Problem zu lösen wird viel getüftelt und eine potenzielle Lösung ist Windgas. Dein Bauguide verrät Dir alles, was Du über Windgas als Lösung für das Ökostromspeicherproblem wissen musst.

Ökostromspeicherproblem

Dass zu wenig Ökostrom produziert wird ist nicht das entscheidende Problem. Windparks und Solaranlagen sprießen wie Pilze aus dem Boden – oder dem Meer. Jedoch gehen viele Gigawattstunden an Strom aus erneuerbaren Energienverloren, da die Netze noch nicht weit genug ausgebaut sind. Der ungenutzte Strom stammt hauptsächlich aus den Windparks.

Ein Windkraftrad steht hinter einer Stromleitung.

Der Strom aus erneuerbaren Energien wie Windkraft könnt in Zukunft in Form von Windgas gespeichert werden.

Lösung: Windgas

Durch das Speicherproblem bleibt viel Ökostrom ungenutzt. Um das Problem zu lösen müssen andere Wege begangen werden. Windgas ist ist eine Möglichkeit, den produzierten Strom zu speichern und somit den Verlust zu verhindern. Die Speicherung des erzeugten Stroms in Gasform könnte in Zukunft die Versorung mit Strom aus erneuerbaren Energien sichern – auch wenn es an Sonnenstunden und Wind mangelt.

Die Technik

Die Technik der Windgaserzeugung beruht auf der sogenannten Elektrolyse. Mit Hilfe des durch Windkrafr erzeugten Stroms wird Wasser in die Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff augespaltet. Der Wasserstoff kann im folgenden Schritt in das Gasnetz geleitet und dem Erdgas beigemischt werden, währen der Sauerstoff einfach in die Luft abgelassen wird. Bei Bedarf kann der Wasserstoff in Methan umgewandelt werden und so in Zukunft Erdgas ersetzen.

Im Überblick bedeutet dies:

  • Aus Storm und Wasser wird Wasserstoff und Sauerstoff.
  • Der Wasserstoff wird ins Gasnetz eingespeist.
  • Dieses Windgas kann zur Wärmeerzeugung oder wiederum zur Stromgewinnung genutzt werden.
  • In einem weiteren Schritt kann Methan erzeugt werden, welches Erdgas ersetzen kann.

Das durch den Prozess der Elektrolyse gewonnene Windgas fungiert also als Speicher der durch Windkraft gewonnenen Energie. So werden wetterbedingte Schwankungen in der Ökostromerzeugung ausgeglichen und der Strom geht nicht verloren. Und da das Gasnetz nicht unbegrenzt Wasserstoff aufnehmen kann, bietet sich die Möglichkeit Methan zu erzeugen.

Vorteile von Windgas

  • Die erzeugte Energie kann in Gasform im Gasnetz gespeichert werden und jederzeit Verfügbar gemacht werden.
  • Der Überschuss an Ökostrom geht nicht verloren.
  • Neben Windkraft können auch Solarstrom und Strom aus Wasserkraft zur Erzeugung von Wasserstoff genutzt werden.
  • Windgas kann als tatsächliche Alternative zu Biogas fungieren.
  • Das Gasnetz weist viel größere Transportmöglichkeiten als das vorhandene Stromnetz auf. Zudem kann die gewonnene Energie dort gespeichert werden.
  • Durch die Nutzung der vorhandenen Gasnetze kann der Bau von neuen Pumpspeicherwerken vermieden werden.
  • Das Windgas kann sowohl zu Heizen, als auch zur Stromrückgewinnung genutzt werden.

Was hältst Du von Windgas? Glaubst Du, dass dies der Schritt in die richtige Richtung ist? Wir sind auf Deine Meinung zum Thema Windgas gespannt – als Kommentar oder im Forum.

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