Heizen mit Umgebungsluft: Luft/Wasser-Wärmepumpe

18.03.2013 by

Dein Bauguide verrät dir alles, was du über Luft/Wasser-Wärmepumpen wissen musst. Die Tipps sind ein guter Start in vernünftige Überlegungen vor einem möglichen Kauf einer Luft/Wasser-Wärmepumpe.

Wärme aus der Umgebungsluft

Luft/Wasser-Wärmepumpen gehören zu den gängigsten Wärmepumpenlösungen für diejenigen, denen es nicht möglich ist nach Erdwärme zu bohren oder Erdkollektoren zu verlegen. Das liegt daran, dass sich die Energiequelle der Luft/Wasser-Wärmepumpe leicht erschließen lässt, ohne aufwändige Bauarbeiten. Schließlich handelt es sich um die Luft die unser Haus umgibt. Dein Bauguide gibt dir eine Einführung in die Fakten über Luft/Wasser-Wärmepumpen.

So funktioniert’s

Blauer Himmel mit weißen Wolken.

Luftwasserwärmepumpen nutzen die Luft, um das Haus zu beheizen.

Im Gegensatz zu Erdwärme, bei der die Wärme über mit Flüssigkeit gefüllte Sonden transportiert wird, nutzt die Luft/Wasser-Wärmepumpe die Wärme in der Umgebungsluft. Sogar bei niedrigen Temperaturen außerhalb des Hauses, nutzt die Pumpe vorhandene Restwärme. Die Bezeichnung Wasser bezieht sich auf das Medium, auf das die Wärme übertragen, und mit dessen Hilfe sie im Haus verteilt wird: der Wasserkreislauf. Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe erwärmt also beides, die Raumluft und das Brauchwasser.

Kosten für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe

Die Installationskosten für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe – Arbeits- und Materialkosten – liegen bei etwa 10.000-15.000 Euro. Die Preisunterschiede beruhen darauf, welchen Typ von Luft/Wasser-Wärmepumpe du kaufst, dem Umfang der Installationsarbeiten und der angestrebten Heizleistung. Natürlich hängt alles auch von den Verhandlungen mit dem Installateur ab. Es ist deshalb wichtig, dass du mehrere Angebote einholst und diese genau vergleichst – nur dann kannst du geschickt verhandeln.

Finanzierung

Eine Wärmepumpe ist keine billige Investition. Da sie aber zu den erneuerbaren Energien zählt, ist sie unter bestimmten Voraussetzungen förderungsberechtigt. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW Bankengruppe bieten verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten. Außerdem haben auch viele Förderungsbanken der Bundesländer Lösungen zur Förderung von Wärmepumpen im Angebot.

Energiesparpotenzial

Das wichtigste was du beachten musst wenn du über die Anschaffung einer Wärmepumpe nachdenkst, ist neben den Installationskosten auch in welchem Umfang du deine Energiekosten senken kannst. Je höher die Einsparungen sind, desto schneller gleichen sich die hohen Investitionen aus. Das Einsparungspotenzial variiert kräftig, jedoch sind, je nach Dimensionierung der Pumpe und dem aktuellen Strompreis, 1.000-2.000 Euro pro Jahr möglich. Lass dir von deinem Installateur genau kalkulieren, wie viel sich mit deiner Wärmepumpe einsparen lässt.

Vorteile einer Luft/Wasser-Wärmepumpe

  • Einfache Installation.
  • Relativ kurze Abbezahlungszeit.
  • Ein immer verfügbare und wartungsfreie Energiequelle: Luft.
  • Eine gute Möglichkeit, um im Sommerhalbjahr den eigenen Pool zu beheizen.

Nachteile einer Luft/Wasser-Wärmepumpe

  • Lärmbelastung je nachdem wo die Pumpe installiert wird.
  • Verliert an Effektivität bei kalten Temperaturen.
  • Zusätzlicher Betriebsstrom nötig.

Luft/Wasser-Wärmepumpe – eine gute Alternative

Alles in allem ist eine Luft/Wasser-Wärmepumpe eine gute Alternative für Haushalte mit einem relativ hohen Energieverbrauch und fehlenden Voraussetzungen für eine Technik mit Grundwasser oder Erdwärme. Der Schlüssel zum Erfolg ist schlichtweg, dass du mehrere Installateure kontaktierst und verschiedene Angebote einholst. Nur durch einen Vergleich kannst du das für dich perfekte Angebot finden.

Hast du Fragen zu Luft/Wasser-Wärmepumpen? Oder hast du Erfahrung mit dieser Art von Wärmegewinnung? Schreib uns ins Forum oder kommentiere diesen Artikel.

4 kommentarer

  1. Anonymous

    Nunja, natürlich ist es für Installateure nicht optimal, aber bei derartig hohen Investitionen ist es wichtig ein paar Vergleiche zu haben. Jeder Installateur muss sich ja bewusst sein, dass er nicht der einzige auf dem Markt ist. Bei der Vielzahl von Fachbetrieben verliert man als Laie schnell den Überblick. Leider machen sich viele eben nicht die Mühe zu beraten und individuelle Fragen zu klären. Spricht man dann persönlich mit zwei bis drei Installateuren bekommt man ein Gefühl dafür, ob man dem Installateur vertrauen kann und dieser kompetent ist.

  2. Filipp12

    “Der Schlüssel zum Erfolg ist schlichtweg, dass Du mehrere Installateure kontaktierst und verschiedene Angebote einholst.” … bei solchen Aufrufen wird sich sicher jeder “Installateur” bedanken, der sich blöderweise sogar noch Mühe gibt bei Beratung, Vor-Ort-Besuch und Angebotserstellung …

    • Anonymous

      Nunja, natürlich ist es für Installateure nicht optimal, aber bei derartig hohen Investitionen ist es wichtig ein paar Vergleiche zu haben. Jeder Installateur muss sich ja bewusst sein, dass er nicht der einzige auf dem Markt ist. Bei der Vielzahl von Fachbetrieben verliert man als Laie schnell den Überblick. Leider machen sich viele eben nicht die Mühe zu beraten und individuelle Fragen zu klären. Spricht man dann persönlich mit zwei bis drei Installateuren bekommt man ein Gefühl dafür, ob man dem Installateur vertrauen kann und dieser kompetent ist.

    • TineBiene

      Habs grad schon im Forum geschrieben. Jetzt aber auch hier:
      Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass dies der einzige Weg ist! Ich meine Konkurrenz belebt das Geschäft oder? Und jeder Handwerker, der in der Illusion lebt, der einzige auf dem Planeten zu sein, hat doch recht weltfremde Vorstellungen! Entschuldige, aber als Dienstleister ist es nunmal deren Aufgabe Angebote, Vor-Ort-Termine etc. zu machen – immer mit dem Risiko, dass daraus nichts wird. Die Aufträge fliegen einem nicht einfach so zu!

      Wie gesagt, meine eigene Erfahrung hat gezeigt, dass man recht schnell an schwarze Schafe geraten kann wenn man sich nicht ausreichend informiert, umhört und mehrere Angebote vergleicht!

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