Heizung: Ein gutes Thermostat spart Energie

27.06.2012 by

Wer kennt dies nicht: Die Heizung ist zu warm, oder zu kalt – ganz egal wie man die Wärme regelt. Und wer ist schuld? Die Heizung?

Eine Hand hält viele Geldscheine über ein Thermostat.

Mit einem guten Thermostat lassen sich Heizkosten sparen. © Günther Richter  / pixelio.de

Dass die Heizung bzw. der Heizkörper die Schuld trägt ist eher selten der Fall. Befindet sich keine Luft im Heizkörper ist der Fehler eher beim Thermostat zu suchen, denn dieses steuert die Temperatur.

Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Thermostat kann sich auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar machen. Dein Bauguide hat ein paar Fakten zum Thema Thermostat zusammengestellt.

So funktioniert ein Thermostat

Das Thermostat ist das Gehirn der Heizung. Mit dem Thermostat wird das Wärmeniveau gesteuert – abhängig von der Temperatur der Raumluft. Jeder Heizkörper ist prinzipiell mit einem Thermostat versehen, welches stetig regelt, ob die Heizung heizen soll oder nicht.

Wird eine bestimmte Temperatur erreicht, schaltet sich der Heizkörper aus. Sinkt die Raumtemperatur, springt er wieder an.

Es gibt aber auch Thermostatsysteme, die zentral die gesamte Heizanlage steuern.

Der Unterschied zwischen älteren und modernen Modellen ist enorm. Alte Thermostate steuern die Wärme oft nicht selbstständig.

Probleme mit dem Thermostat

Je älter ein Thermostat jedoch ist, desto schlechter funktioniert der Temperatursensor. Folge: Der Raum wird schnell zu warm oder zu kalt. Dies ist nicht nur für die Bewohner unangenehm, sondern es wird zudem Energie verschwendet.

Auch heute gibt es noch Thermostate im Handel, die die Temperatur nicht eigenständig regeln. Diese sind billig und deshalb auch beliebt. Allerdings kommt ein billiges Thermostat den Hausbesitzer auf längere Sicht teuer zu stehen, denn die Heizung bleibt ständig an.

Noch schlimmer ist es mit alten Thermostaten, die nicht mehr richtig funktionieren. Durch verstopfte Ventile bleibt der Heizkörper im schlimmsten Fall kalt. Zwar können die Ventile gereinigt werden, aber es lohnt sich meist mehr, das alte Thermostat gegen ein neues auszutauschen.

Gutes Thermostat

Ein gutes und modernes Thermostat richtet sich nach der Raumtemperatur und ist energieeffizient. Da die Wärme nach der Lufttemperatur und dem Heizbedarf geregelt wird, spart man bei den Heizkosten. Außerdem sind diese Thermostate nicht schwer zu installieren.

Steigern lässt sich die Effizienz mit digitalen Thermostaten. Mit diesen lässt sich die gewünschte Raumtemperatur genau einstellen und sie sorgen für eine gleichmäßige Wärme. Zudem können die meisten digitalen Geräte so programmiert werden, dass sie die Heizung zu einem bestimmten Zeitpunkt einschalten oder die Temperatur in der Nacht senken.

Digitale Thermostate sind nicht gerade billig. Bei einer Wohnung oder einem kleinen Haus kann sich der Einbau jedoch lohnen.

Zentrale Steuerung oder Thermostat per Heizkörper

Die Heizung über ein zentrales Thermostatsystem zu steuern ist praktisch. Je nach Modell wird die Raumtemperatur dann auf Basis der Außen- oder Innentemperatur gesteuert. Allerdings ist diese Lösung weniger energieeffizient, da die gesamte Heizung zentral reguliert wird – auch in Räumen, die nicht oder nur wenig genutzt werden.

Mit einem Thermostat an jedem Heizkörper hingegen lässt sich die Temperatur für jeden Raum individuell anpassen. So kann das Schlafzimmer etwas kühler gehalten werden, während es im Wohnzimmer angenehm warm ist.

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