Mit der Wärmebildkamera auf Fehlersuche

12.09.2011 by

Mit einer Wärmebildkamera kann man versteckte Fehler und teure Energielecks aufdecken. Egal ob bei einem Neubau oder Altbau, manchmal lohnt sich die Suche nach Schwachstellen in der Isolierung, um die Energiekosten zu senken. Dein Bauguide zeigt Dir, wie es funktioniert. Hast Du schon mal eine Wärmebildkamera benutzt? Hältst Du dieses Vorgehen für sinnvoll? Schreib uns doch einen Kommentar oder ins Forum.

Die Kamera macht Temperaturen sichtbar

Eine Wärmemessung mit Hilfe einer Thermographie hilft, versteckte Wärmelecks zu finden, die Dir teuer zu stehen kommen können. Ein Experte scannt hierbei die Wände und konzentriert sich genau auch die Bereiche an Fenstern, Türen und in Ecken. An diesen empfindlichen  Stellen deckt die Kamera Kältebrücken auf.

Die Wärmebildkamera macht Temperaturunterschiede sichtbar.

Die Wärmebildkamera macht Temperaturunterschiede sichtbar.

Die Infrarotkamera wandelt die Information in eine Farbskala um. Warme Bereiche sind dabei rot-gelb dargestellt, während kühlere in Blau- und Violett-Tönen erscheinen. Eine Kältebrücke lässt sich dadurch ganz leicht an einem blau-violetten Strich erkennen. Kontrolliert man die Fassade, deuten rote Stellen an den Fenstern auf Undichtigkeiten hin, durch die die Wärme nach draußen entweicht.

Ein buntes Bild bedeutet noch keine schlechte Isolierung. In jedem Gebäude gibt es natürliche Temperaturunterschiede. Die Kamera identifiziert jedoch die Stellen, die von der Norm abweichen und genauerer Kontrolle bedürfen.

Die Technik

Das Funktionsprinzip einer Analyse mittels einer Infrarot- oder Wärmebildkamera ist denkbar einfach. Jedes Objekt, mit einer Temperatur über dem absoluten Nullpunkt, strahlt Wärme ab. Die Kamera macht diese thermische Energie sichtbar.

Mit dieser recht einfachen Technik kommt man Mängeln an Fenstern, Türen und Dächern auf die Spur, aber auch Wasserlecks oder beispielsweise Kurzschlüssen lassen sich ausmachen.

Der Energieausweis

Seit Anfang 2009 ist ein Energieausweis bei Wohngebäuden Pflicht und gibt besonders Mietern und potenziellen Käufern Aufschluss über den Zustand der Immobilie und die Höhe der Energiekosten. Im Zuge der Erstellung eines Energieausweises ist die Kontrolle mittels Wärmebildkameras zur gängigen Praxis geworden. Mit dieser Methode lassen sich die Fehler entdecken, die bei einer einfachen Begehung der Immobilie übersehen wurden.

Fakten zur Thermographie

Die Themorgraphie ist also zu einer immer beliebteren Methode geworden, den energetischen Zustand von Gebäuden zu analysieren. Hier ein paar Fakten:

  • Eine Analyse sollte vor dem Hauskauf, einem Verkauf oder einer Renovierung durchgeführt werden.
  • Die Untersuchung sollte im Winterhalbjahr stattfinden, da dann der Unterschied zwischen den Temperaturen im Haus und um das Gebäude am größten ist.
  • Der Temperaturunterschied sollte mindesten 10-15 Grad betragen.
  • Wärmekameras kann man kaufen oder mieten.
  • Die Kontrolle sollte immer von einem Fachmann beziehungsweise ausgebildetem Energieberater oder Thermograph durchgeführt werden.
  • Die Kosten für eine Wärmebild-Analyse belaufen sich je nach Größe des Hauses auf 100-300 Euro.
  • Die Dauer beträgt in etwa zwei bis drei Stunden.

Wie sieht es in Deinem Haus aus? Hast du schon mal eine Thermographie machen lassen? Hast Du Fragen? Kommentiere diesen Artikel oder schreibe uns ins Forum.

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