Sicherer Umgang mit Elektrizität

04.02.2013 by

Der richtige und vor allem sichere Umgang mit Elektrizität gehört zu den wichtigsten Dingen wenn du ein Haus baust oder Renovierungen durchführst. Eine falsch verlegte Leitung im Badezimmer oder ein schlechter Anschluss in der Wand können enormen Schaden anrichten – am Menschen, deinem Haus oder deiner wirtschaftlichen Lage. Dein Bauguide zeigt dir auf, was es bezüglich des richtigen Umgangs mit Elektrizität zu beachten gibt. Teile gerne deine Fragen und Tipps mit uns – als Kommentar oder im Forum.

Elektroinstallation in Eigenregie

Warnhinweis vor Elektrizität.

Strom kann lebensgefährlich sein.

Generell solltest du selbstständige Arbeiten an den elektrischen Leitungen im Haus vermeiden. Dies gilt vor allem dann, wenn dir das nötige Know-How fehlt.

Eine Elektroinstallation durchzuführen ist nicht nur kompliziert und kann ganz schnell lebensgefährlich werden, sondern man kann auch gegen geltende Versicherungsregeln verstoßen.

Du als Hauseigentümer bist dafür verantwortlich, dass Leitungen auf korrekte Art und Weise verlegt werden. In Zusammenhang mit Elektrizität solltest du nie denken „ach, es wird schon gut gehen“. Bist du dir auch nur im Geringsten unsicher, lass einen Fachmann die Arbeiten ausführen.

Was man darf und was nicht

Das Grundprinzip für den Umgang mit Strom ist: Sicherheit geht vor! Und das immer! Der kleinste Fehler und die winzigste Unachtsamkeit können lebensbedrohlich sein.

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser: Bevor du dich an das Stromnetz wagst, achte unbedingt darauf, dass der Stromkreis unterbrochen ist und die Spannungsfreiheit mit einem Messgerät überprüft wird. Zudem musst du dich an die gültigen VDE-Bestimmungen halten. Hältst du die nötigen Sicherheitsvorkehrungen ein, kannst du einige Arbeiten aber durchaus selbst durchführen.

  • Der Wechsel einer Glühbirne. Schalte aber nicht nur den Lichtschalter aus, sondern ziehe den Stecker oder lege die ganze Sicherung um.
  • Steckdose anbringen. Auch hier ist Spannungsfreiheit oberstes Gebot. Kontrolliere lieber zwei Mal, dass auch wirklich kein Strom mehr fließt.
  • Dimmer anschließen. Das geht problemlos wenn du darauf achtest, dass der Dimmer für deine Wünsche geeignet ist.
  • Leitungen darfst du nur nach einem bestimmten Schema verlegen. Für alle Wohnbereiche gibt es gültige Installationszonen die genau angeben, an welchen Stellen Kabel verlaufen dürfen. Vorsicht aber im Altbau. Dort kann es vorkommen, dass vorhandene Kabelanders verlaufen als vorgeschrieben. Bevor du also Löcher bohrst, solltest du den Verlauf  der Leitungen mit einem Messgerät prüfen.
  • Vorsicht beim Anschließen von Lampen. Im Prinzip kann man das selber machen, jedoch sollte man diese recht einfach erscheinende Arbeit einem Elektriker überlassen, denn im Schadensfall zahlt unter Umständen die Versicherung keinen Cent.

    Eine Gabel sollte man nicht in die Steckdose stecken.

    Hier ein Besipiel, wie man es nicht machen sollte!

Einfache Elektroarbeiten kannst du also grundsätzlich selbst ausführen. Trotzdem sollte ein Laie die Finger von fest angeschlossenen Geräten lassen. Das heißt, alles was nicht über eine Steckdose mit Strom versorgt wird, ist eigentlich Sache eines Fachmanns – dies gilt für Leitungen, Haushaltsgeräte sowie Lampen.

Größere Installationen und Umbauten sollten prinzipiell einem Elektriker überlassen werden, der diese dann auch abnimmt. Führt ein Elektroinstallateur die Arbeiten aus, achte darauf, dass dieser auch wirklich über die nötige Zertifizierung und Konzession verfügt.

Tipps für den sicheren Umgang mit Strom

  • Sicherung raus. Versichere dich, dass die Leitungen an denen du arbeitest spannungsfrei sind.
  • Arbeiten an Hauptsicherungen sollten unbedingt dem Fachmann überlassen werden.
  • Tausche kaputte Leitungen aus. Reines Flicken bannt die Gefahr die von freiliegenden Drähten ausgeht nicht.
  • Sei vorsichtig bei kaputten Kabeln – auch wenn das Gerät ausgesteckt ist.
  • Bei komplexeren Installationen sollte unbedingt ein zertifizierter Fachmann die Arbeit abnehmen. Dann bist du brandschutz- und versicherungstechnisch abgesichert.
  • Achte auf Prüfzeichen wie GS und VDE.
  • Mache dich bemerkbar. Ein Warnhinweis am Sicherungsschalter schützt dich davor, dass ein unwissender Nachbar den Strom einschaltet während du womöglich gerade ein Kabel in der Hand hältst.
  • Halte elektrische Geräte von Feuchtigkeit fern und verwende im Garten wirklich nur Geräte, die für den Außerhausgebrauch geeignet sind.
  • Kinder im Haus? Versehe Steckdosen mit einer Kindersicherung.

Fehlt dir das nötige Grundwissen und willst du auf Nummer sicher gehen gilt: Hände weg und Elektriker rufen.

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  1. Mögliche Mängel beim Hauskauf | brenner & kollat IMMOBILIEN GmbH - [...] nicht selten, dass nur wenige Steckdosen vorhanden sind oder an den Leitungen herumgedoktert wurde. Sicherer Umgang mit Elektrizität ist…

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