Risiko Wärmebrücke durch undichte Fenster

11.10.2013 by

Die Energiekosten steigen nahezu stetig an. Ein Ende dieser Negativentwicklung scheint gegenwärtig nicht in Sicht. Entsprechend wichtig ist es daher also, vor allem mit Blick auf die eigenen vier Wände möglichst kostensparend zu Werke zu gehen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Baubranche in punkto Energiesparen mittlerweile eine Menge zu bieten hat. Aber dennoch kommt es immer wieder vor, dass aus Gründen der Heizkostenersparnis Fenster, Dach, Türen und Co. in vielerleich Hinsicht (grundlegend) sanierungsbedürftig sind.

Was tun, wenn man es mit einer Wärmebrücke zu tun hat? Dein Bauguide gibt Tipps.

Fenster als Wärmebrücke – Kosten sparen könnte so einfach sein

Eigentlich ist die Bezeichnung Kältebrücke im Umgangssprachlichen eher bekannt; korrekt ist allerdings der Begriff “Wärmebrücke”. Dabei handelt es sich um einen Abschnitt am Gebäude, an welchem die Wärme aus dem Innenbereich rascher nach außen dringt, als bei Arealen, in denen keine Wärmebrücke vorhanden ist. Daraus folgt, dass die Innenraumtemperatur innerhalb der betreffenden Räumlichkeiten im Vergleich niedriger ist, als in anderen Räumen.

Bei alten Fenstern ist das Risiko für Wärmebrücken besonders hoch.

Bei alten Fenstern ist das Risiko für Wärmebrücken besonders hoch.

Insgesamt führt eine Wärmebrücke, zum Beispiel am Fenster, im Dachbereich oder auch an (Haus-)Türen zu einem steigenden Energieverbrauch und damit verbundenen höheren Heizkosten. Darüber hinaus kann ein undichtes Fenster zu massiven Feuchtigkeitsproblemen bis hin zur Schimmelbildung führen.

Undichte Fenster – Wärmebrücke kostet bares Geld

Bedingt durch Rollladenkästen, eine schlechte Dämmung, durch integrierte Fensterbänke oder veraltete Bauteile kann sich an so manchem Fenster eine Wärmebrücke bilden. In jedem Fall gilt es diese Fehlerquellen im bzw. am Fenster durch entsprechende bauliche Maßnahmen auszumerzen, um der (Energie-)Kostenfalle nachhaltig zu entgehen.

Fakt ist, dass es mit Blick auf undichte Stellen am Fenster keineswegs (immer) erforderlich ist, umfangreiche und somit kostspielige Sanierungsmaßnahmen durchführen lassen zu müssen. Vielmehr kann so manche Undichtigkeit bzw. die eine oder andere Wärmebrücke durchaus auch durch Dichtungsbänder, Kunststoffdichtungen und so weiter beseitigt werden.

Für den Fall, dass derartige Maßnahmen aufgrund der Schwere des Mauerproblemes nicht mehr mit wenigen Handgriffen instand gesetzt werden können und tatsächlich “schwereres Geschütz aufgefahren” werden muss, stehen dem Bauherren in spe unterschiedliche Maßnahmen zur Verfügung.

Problem Wärmebrücke: Gut geplant ist halb gespart

Möglicherweise kann es zum Beispiel sinnvoll sein, die so genannte Laibung der Fenster abzudichten. Dabei sollte nicht vergessen werden, gleichwohl die Berahmung in die Dämmarbeiten einzubeziehen.

Risse oder Löcher im Bereich der Fensterbank, aber auch ein Austausch der alten Fenster wird diesbezüglich häufig empfohlen. Alte Holzfenster entsprechen generell nicht mehr den gängigen Energieeffizienz-Vorschriften und müssen demgemäß ohnehin über kurz oder lang entfernt werden. Moderne Kunststoffrahmen bieten sich diesbezüglich geradezu an. Grundsätzlich gilt allerdings, dass Reparatur- oder Sanierungsmaßnahmen unbedingt einer ausreichenden Vorbereitungszeit bedürfen. Je sorgfältiger ein derartiges Unterfangen geplant wird, desto mehr Geld kann man langfristig sparen.

In jedem Fall ist aber auch abzuklären, ob das Problem im Mauerwerk liegt und die Dämmung der Fassade verbessert werden muss.

Kosten sparen – aber richtig

Wissenswert ist übrigens, dass energieeffizientes Bauen in der Regel – je nach Art und Umfang der Wärmebrücke – mit Blick auf die Umwelt von staatlicher Seite her gefördert wird. Umfassende Informationen über die individuellen Chancen und Möglichkeiten hält die staatliche KfW Bank bereit. Es lohnt sich in jedem Fall, sich hier ausführlich zu erkundigen bzw. beraten zu lassen.

Wenn du Erfahrung mit Wärmebrücken an den Fenstern hast, dann kommentiere gerne diesen Artikel oder schreibe in unser Forum.

 

 

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