Haussanierung – Pflichten und Finanzielles

18.01.2012 von

Für Eigenheimbesitzer gibt es einiges zu beachten – egal, ob man selbst in dem Gebäude wohnt, oder dieses vermietet. Ein Haus muss gepflegt werden. Meist lohnt sich zudem eine Haussanierung im Hinblick auf den Energiestandard der Immobilie. Dein Bauguide verschafft Dir einen Überblick, welche Pflichten der Hausbesitzer hat und wie das Sanierungsprojekt auch aus finanzieller Sicht ein Erfolg wird.

Anforderungen an Hausbesitzer

Hat man sich den Traum vom Eigenheim erfüllt, kann man sich nicht entspannt zurück lehnen. Ein Haus muss unterhalten und gepflegt werden, damit der Wert erhalten bleibt. Nicht zuletzt muss man, will man das Haus oder eine Wohneinheit vermieten, gewisse Energiestandards erfüllen und einen Energiepass vorlegen können. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) legt fest wie umfangreich ein Gebäude unter energetischen Gesichtspunkten saniert werden muss. Für den Hausbesitzer bedeutet dies unter anderem:

Handwerker schlägt einen Nagel in Bretter.

Bei einer Haussanierung haben Hausbesitzer einige Pflichten.

  • Die Decke des obersten Geschosses oder das Dach müssen gedämmt sein und ein U-Wert von 0,24 sollte mindestens erreicht werden.
  • Außerdem müssen alle Leitungen, für Wasser und Wärme, in unbeheizten Räumen ausreichend isoliert werden.
  • Alte Kessel für Öl und Gas aus den Jahren vor 1978 dürfen  nicht mehr verwendet werden.

Wohnt man selbst in dem Gebäude, müssen die Pflichten erst erfüllt werden, wenn man seit Februar 2002 Eigentümer ist. Zudem muss nicht zwingend energetisch saniert werden. Werden jedoch Maßnahmen ergriffen ist man dazu verpflichtet, die Anforderungen der EnEV zu erfüllen und den Energiestandard zu verbessern.

Förderungsmöglichkeiten

Energietechnisch kann man viel an einem Haus verändern. Die Möglichkeiten reichen von Photovoltaik über Wärmepumpen und Pelletsanlagen bis hin zu Solarthermie. Auch Windkraft wird für Eigenheimbesitzer immer interessanter.

Alle diese Energielieferanten bedürfen jedoch fachgerechter Installation und kosten eine nicht ganz unbeträchtliche Summe. Investiert man aber in besonders energieeffiziente Anlagen, kann man Fördergelder beantragen – in Form von Zuschüssen und günstigen Krediten. Außerdem kann der durch Solarenergie erzeigte Stromüberschuss ins Netz eingespeist und vergütet werden. Lese mehr über die Finanzierungsmöglichkeiten in unseren Artikeln zur Förderung von Wärmepumpen und Solarthermie.

Steuern sparen

Als Steuern zahlender Eigenheimbesitzer kann man zudem die Kosten für Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen teilweise von der Steuer absetzen. Hierbei gilt es allerdings folgendes zu beachten:

  • Es können ausschließlich die Arbeitskosten geltend gemacht werden.
  • Materialkosten werden nicht berücksichtigt.
  • Die Kosten müssen auf einer Rechnung basieren und dürfen nicht bar bezahlt werden.
  • Die Steuervergünstigungen liegen bei 20 Prozent einer Maximalsumme von 6.000 Euro pro Jahr, also bei 1.200 Euro.

Mehr Informationen zum Steuervorteil kannst Du in unserem Artikel Handwerkerkosten sparen durch Steuervorteil nachlesen.

Es lohnt sich also, die Sanierung ordentlich durchzurechnen, denn oftmals kann man durch den Steuervorteil mehr einsparen, als wenn man die Arbeiten in Eigenregie ausführt und Arbeitsmaterial erst anschaffen muss.

Hast Du Erfahrungen mit der Sanierung eines Hauses? Oder hast Du Fragen? Schreibe uns gerne einen Kommentar zu diesem Artikel oder wende Dich an unsere fleißigen Leser im Forum.

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2 kommentarer

  1. Etanerharly

    muß die hauswand zum anliegende nachbarn auch verputzt werden

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