Feuchtigkeit – Hier ist das Haus anfällig

25.09.2013 by

Feuchtigkeit ist des Hauseigentümers größter Feind. Ganz egal, ob du ein bereits bestehendes kaufst oder ein neues baust, es gibt viele Stellen, an denen das Haus für Feuchtigkeit anfällig ist. Das Haus muss ständig gepflegt, unterhalten und kontrolliert werden. Dein Bauguide zeigt dir, wie du die anfälligen Stellen ausfindig machst und größeren Schäden vorbeugen kannst. Beachte hierzu auch unseren Artikel über die Kontrolle des Hauses.

Hauskauf oder Neubau

Wenn du dich entschieden hast, ein Haus zu kaufen, ist es wichtig einen Besichtigungstermin zu vereinbaren, bei welchem man gemeinsam mit einem Fachmann die Konstruktion begutachtet. Dabei kann man alle Risikozonen bereits vor dem Auftreten von Schimmel ausmachen und etwas dagegen tun.

Für Feuchtigkeit anfällige Stellen am Haus.

Das Haus ist an vielerlei Stellen anfällig für Feuchtigkeit

Ähnliches gilt beim Neubau. Allerdings bindet man hier einen Feuchtigkeitskontrolleur schon während des Baus mit ein. Dieser berät dich zu Material, der Konstruktion und den damit zusammenhängenden Risiken.

Einen Fachmann zu beauftragen kann zwar einiges kosten, allerdings deutlich weniger, als am Ende für die Beseitigung der Schäden aufgebracht werden muss. Egal, ob in bestehenden Gebäuden oder Neubauten, der Fachmann weiß wie man einen Feuchtigkeitsmesser bedient oder eine mykologische Untersuchung auf Schimmelpilze durchführt.

Jedes Material hat einen gewissen natürlichen oder baubedingten Feuchtigkeitsgehalt, weshalb man Holz, Zement oder verschiedenen Dichtungsmassen immer gut trocknen lassen sollte – vor allem in Perioden, in denen es viel regnet.

Die häufigsten Feuchtigkeitsprobleme im Haus

Am anfälligsten für Feuchtigkeit sind Häuser am Fundament, im Badezimmer, dem Keller, am Dach und an den Fenstern. Im Folgenden zeigen wir dir die Risikobereiche auf und verraten, wie man Feuchtigkeitsschäden vermeidet.

Das Fundament

Das Fundament ist durchgängig Feuchtigkeit ausgesetzt. Hatte das Zement beispielsweise nicht genug Zeit durchzutrocknen, ist es nicht gut versiegelt oder sind Wasserleitungen oder Abflussrohre undicht, kann es zu Problemen kommen.

Im Boden rund um das Haus ist zudem ständig Feuchtigkeit vorhanden. Deshalb ist es wichtig, das Fundament genau zu kontrollieren, bzw. beim Bau Geduld zu haben, bis alles richtig ausgehärtet und versiegelt ist. Die Feuchtigkeit im Beton lässt sich mittels spezieller Bohrungen testen. Hast Du also den Verdacht, dass etwas nicht in Ordnung ist, lohnt es sich diese Arbeit für etwa 500 Euro ausführen zu lassen.

Das Badezimmer

Feuchtigkeitsschäden im Badezimmer werden meistens von Wasser verursacht, das sich bereits im Raum befindet. Äußere Einflüsse, wie bei der Fassade tragen also keine Schuld. In vielen Fällen sind beschädigte oder falsch installierte Leitungen dafür verantwortlich. Besonders wichtig ist es, Bohrlöcher an den Armaturen, sowie Ritzen an Dusch- und Wannenrändern ordentlich abzudichten, so dass kein Wasser in die Wände eindringen kann.

Der Keller

Genau wie das Fundament, ist auch der Keller anfällig für Feuchtigkeitsschäden. Das Risiko steigt besonders, wenn er von innen neu gedämmt wird. Hier gilt es, die Wände – wenn möglich – von außen abzudichten. So erkennt man entstehende Feuchtigkeitsschäden und kann diese vor der Dämmung austrocknen lassen. Unter Umständen kann auch eine Drainage nötig werden.

Das Dach und der Dachboden

Das Dach und der Dachboden sind ebenso Feuchtigkeit ausgesetzt – sei es durch Wettereinflüsse oder mangelhafte Dämmung. Vor Feuchtigkeit von außen kann man sich mit einem intakten Dachbelag, samt einer einwandfreien Unterkonstruktion schützen.

Auch beim Ausbau des Dachbodens, bzw. dessen Dämmung können Fehler unterlaufen, die später zu Problemen führen. Man muss die Balance zwischen Abdichtung und natürlicher Luftzirkulation finden, da sonst die aufsteigende Wärme kondensiert und sich von innen in das Material frisst.

Die Fenster

Fenster, sind sie schlecht abgedichtet oder veraltet, können wahre  Wärmebrücken sein. Dadurch verschwendet man nicht nur Heizenergie, sondern riskiert Schimmelbildung. Dringt kalte Luft nach innen, kondensiert die Wärme im Haus und schlägt sich als Feuchtigkeit an und um den Fenstern herum ab. Außerdem ist es wichtig, richtig zu lüften. Dabei sollte man die Fenster nicht dauerhaft gekippt halten, da sonst die Wände zu sehr auskühlen, sondern mehrmals am Tag durch kurzes, kräftiges Stoßlüften für einen Luftaustausch sorgen.

Hast oder hattest du Probleme mit Feuchtigkeit im Haus? Oder hast du Fragen auf was man besonders achten muss? Dann Schreib uns einen Kommentar oder diskutiere mit anderen Lesern im Forum.

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