Versteckte Nebenkosten beim Hausbau

06.09.2013 by

Hat man sich entschieden ein Haus zu bauen, haben die meisten nur die Baukosten im Blick und legen ihr Budget auf diesen Endpreis fest. Was man aber auf keinen Fall vergessen darf sind versteckte Nebenkosten die beim Hausbau und Hauskauf entstehen können. Dein Bauguide erklärt Dir, welche zusätzlichen Kosten nicht unterschätzt werden dürfen.

Mit dem Kaufpreis oder den Baukosten ist es noch lange nicht getan: Überall lauern versteckte Nebenkosten.

Mit dem Kaufpreis oder den Baukosten ist es noch lange nicht getan: Überall lauern versteckte Nebenkosten.

Kostenfalle Nebenkosten

Ob Hauskauf oder Neubau – billig wird es nicht. Und die wenigsten schütteln die mehreren hunderttausend Euro einfach aus dem Ärmel. Es wird eine Finanzierung geplant, die nicht selten an der Belastungsgrenze der Bauherren liegt.

Ein fataler Fehler, denn nicht nur unvorhergesehene Ereignisse können die Kosten in die Höhe treiben. Es sind vor allem die versteckten Nebenkosten die schnell übersehen oder verdrängt werden und somit nicht in der Gesamtfinanzierung enthalten sind.

Versteckte Nebenkosten

Die Nebenkosten die beim Hausbau und Hauskauf entstehen sind vielfältig und es sind nicht nur die Bank, das ausführende Bauunternehmen und die Handwerker die daran verdienen wollen.

Neben der Grunderwerbssteuer, sind es vor allem der Notar und das Grundbuchamt, die ein ordentliches Stück vom Kuchen abbekommen.

Für die Notarkosten sollten etwa 1,5 Prozent des Kaufpreises veranschlagt werden. Die Kosten setzen sich unter anderem wie folgt zusammen:

  • Terminvereinbarungen für den Kaufvertrag.
  • Vertragsentwurf.
  • Beurkundung des Kaufs.
  • Durchführung des Kaufs mit allen nötigen Abwicklungstätigkeiten wie zum Beispiel Benachrichtigung an das Finanzamt.
  • Löschung der Grundschuld.

Auch an das Grundbuchamt werden einige Gebühren fällig:

  • Eintragungsgebühr der Auflassungsvormerkung.
  • Eintragung der Finanzierungsgrundschuld.
  • Grundbucheintragung des Eigentümers.

Hat man die Immobilie oder den Baugrund über einen Makler erworben, wird auch dieser letzten Endes Provisionsansprüche stellen. Unterm Strich müssen Bauherren und Hauskäufer mit Erwerbsnebenkosten von rund 10 Prozent rechnen.

Regionale Unterschiede

Wer knapp gerechnet hat, begibt sich schon mit der Grunderwerbssteuer aufs Glatteis. Diese fällt zwar von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich hoch aus, bewegt sich aber in einem durchschnittlichen Rahmen von vier bis fünf Prozent.

Bei der Planung der Gesamtfinanzierung sollten die möglichen Nebenkosten nicht vergessen werden.

Bei der Planung der Gesamtfinanzierung sollten die möglichen Nebenkosten nicht vergessen werden.

Die Grunderwerbssteuer wird schnell nach der Beurkundung durch den Notar fällig. Wer zu diesem Zeitpunkt noch keinen Zugriff auf die Finanzierung hat und nur wenig Eigenkapital kommt schon vor dem eigentlichen Kauf oder Baubeginn in finanzielle Nöte.

Bei derartig hohen Investitionen die bei einem Hausbau oder Hauskauf getätigt werden müssen, lohnt es sich also lieber etwas großzügiger zu kalkulieren – nicht nur, um auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet zu sein, sondern auch, um alle versteckten Nebenkosten problemlos stemmen zu können.

Wenn Du Fragen hinsichtlich der Baufinanzierung hast, dann lese doch unsere Artikel zum Thema: Hausbau ohne Kostenexplosion, Baufinanzierung – Tipps auf dem Weg zum Eigenheim oder Eigenkapital zur Baufinanzierung. Oder schreibe uns einen Kommentar. Außerdem kannst Du Dich im Forum an unsere Leser wenden.

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1 kommentar

  1. Hausbauer

    Interessanter Artikel. Ja, diese Kosten werden oft übergangen und machen doch den Unterschied!

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