Passivhaus – Energieeffizienter Komfort

04.06.2013 von

Durchdachte Energielösungen beinhalten nicht nur die Installation einer Wärmepumpe oder die Wahl des richtigen Stromanbieters. Baut man ein Haus, gibt es viele Möglichkeiten energie- und klimafreundlich zu sein. Ein Passivhaus kann beispielsweise eine gute Alternative sein.

Lass Dich durch den Ofen wärmen

Passivhaus aus Holz.

Ein Passivhaus verschwendet nur wenig Energie.

Passivhäuser sind erstklassig isolierte Gebäude, die größtenteils durch die bereits im Haus vorhandene Energie beheizt werden – sei es durch die Bewohner selbst oder die genutzten Elektrogeräte. Energieverlust wird somit minimiert. Durch Lüftungsanlagen wird die Wärme im Haus verteilt und Frischluft zugeführt. Das System führt zu einem beeindruckenden Ergebnis. Nicht nur werden im Schnitt 80% an Energie gespart, es herrscht zudem ein einzigartiges Raumklima.

Passiv bedeutet energiefreundlich

Ein Passivhaus ist ein in sich abgeschlossenes System, eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Der Begriff beschreibt weniger eine bestimmte Art von Haus, sondern die Art so zu bauen, dass keine Energie verschwendet wird. Im Zusammenspiel mit natürlichen Ressourcen wie Sonnenenergie, Biomasse und anderen regenerativen Energien, die vor allem im Winter zum Einsatz kommen, entsteht ein einzigartiges Konzept, das den Energiebedarf und –verbrauch perfekt ausbalanciert.

Was kostet ein Passivhaus?

Bauweise eines Pssivhauses.

Passivhäuser sind erstklassig gedämmt.

Die Baukosten für ein Passivhaus lassen sich nicht auf einen bestimmten Betrag festlegen. Generell lässt sich aber sagen, dass es mehr kostet ein derartiges Haus zu bauen, unterm Strich aber viel weniger dieses dann zu beheizen. Es ist also ein klassischer Fall von hohen Investitionskosten, die sich aber am Ende lohnen. Die Energiekosten sind aus dem einfachen Grund niedriger, dass die Wärme aus dem geschlossenen und gut isolierten System nicht entweichen kann.

Der Bau eines Passivhauses – wichtige Tipps

  • Stell dir vor, die Wärme ist ein kleines Lebewesen in deinem Haus, das du gefangen hältst – es darf einfach nicht abhauen.
  • Baue luftdicht. Es ist die Lüftungsanlage die für den Austausch sorgt und keine schlecht isolierten Fenster oder Lücken im Gebälk.
  • Vorgewärmte Frischluft. Durch einen Wärmetauscher im Erdreich, wird die frische Außenluft auch im Winter auf Temperaturen von um die 5 °C gebracht – sinnvoll aber nicht unbedingt notwendig.
  • Die Isolierung ist der Schlüssel. Eine gute Wärmeisolierung ist die Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Passivhaus. An der Isolierung sollte also nicht gespart werden. Als Daumenregel gilt: 50 cm am Dach, 40 cm an den Wänden und 30 cm auf dem Boden.
  • Energiesparfenster. Heute bieten die meisten Fensterhersteller spezielle Energiesparfenster an, die die Wärme drinnen und die Kälte draußen halten.
  • Feuchtigkeit vermeiden. Feuchtigkeit sollte immer vermieden werden. Im Speziellen gilt das aber für den Bau von Passivhäusern.
  • Sonnenkollektoren sind eine gute zusätzliche Energiequelle.

Heutzutage sind Passivhäuser schon als Fertighauslösungen erhältlich und werden von den unterschiedlichsten Herstellern angeboten. Außerdem gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Bau eines Passivhauses fördern zu lassen.

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