Ökologisches Bauen mit natürlichen Materialien

02.04.2013 von

Ökologisches Bauen ist nicht nur durch energetisch optimierte Bauweise definiert, sondern auch durch die verwendeten, natürlichen Materialien. Für Bauherren spielen beide Faktoren eine wichtige Rolle bei der Entscheidung. Dein Bauguide erklärt dir die Bauweise etwas genauer. Hast du ein ökologisches Haus oder Fragen dazu? Schreib uns gerne einen Kommentar zu diesem Artikel oder ins Forum.

Oekologisch gebautes Haus.

Holz ist beim ökologischen Bauen ein beliebtes Material.

Ökologisches Bauen mit der Natur

Bauherren denken um. Es ist nicht nur das Energiebewusstsein, welches wächst, sondern auch die Erkenntnis, dass das Bauen mit natürlichen Ressourcen der Umwelt zu Gute kommt. Im Gegensatz zu vor ein paar Jahren, gehen heute Wohnkomfort und Nachhaltigkeit Hand in Hand. Beim ökologischen Bauen wird nicht nur umweltschonend gebaut, sondern das Haus besteht schlussendlich aus natürlichen, wiederverwendbaren Materialien, die der Umwelt nicht schaden – im Haus werden also keine Baustoffe verbaut, die später als Sondermüll entsorgt werden müssen.

Neben der Verwendung nachwachsender Rohstoffe, die weder chemisch behandelt noch anderweitig gesundheitsschädlich sind, wird beim ökologischen Bauen zudem darauf geachtet, dass sich das Haus in seine Umgebung einfügt.

Natürliches Baumaterial

An das verwendete Baumaterial werden verschiedenste Ansprüche gestellt. Zum einen muss sichergestellt sein, dass beim Herstellungsprozess nicht unnötig viel Energie verschwendet wird. Dazu gehört auch, dass das Material aus der Region kommt. Zum anderen müssen die Baustoffe nach Abschluss der Nutzung wieder dem natürlichen Umweltkreislaufzugeführt werden können.

Dämmung aus Stroh.

Beim ökologischen Bauen wird natürliches Dämmaterial wie Holzfasern, Stroh oder Schafswolle verwendet.

Es ist naheliegend, dass sich Holz ausgesprochen gut zum ökologischen Bauen eignet. Jedoch gibt es mitterlweile viele weitere interessante Baustoffe, die beim Hausbau verwendet werden können. Hierzu gehören beispielsweise Stroh oder Lehm, aber auch Hanf oder Kork. Als Dämmmaterial können Holzfasern oder sogar Schafswolle zum Einsatz kommen. Und mit einem Dach mit Grasbegrünung oder Sedum fügt sich das Haus bestimmt ideal in die Umgebung ein.

Umweltfreundlicher Betrieb

Ökologisches Bauen bedeutet aber nicht nur die Verwendung von nachwachsenden und recyclebaren Materialien, sondern auch für einen umweltfreundlichen und schonenden Betrieb zu sorgen. Heizung, Stromerzeugung und Wasserverbrauch werden energiesparend optimiert. Populär sind Pelletsheizungen, Solarthermie und Photovoltaik. Außerdem kann sogenanntes Grauwasser, also Dusch- oder Spülwasser, zum Spülen der Toilette gesammelt werden. Zum Wässern des Gartens dient aufgefangenes Regenwasser. Wer genügend Platz hat, kann zudem eine Pflanzenkläranlage errichten.

Merkmale ökologischen Bauens im Überblick

  • Niedriger Energieverbrauch bei der Herstellung der Baumaterialien.
  • Kurze Transportwege.
  • Verwendung natürlicher, biologisch abbaubarer Materialien.
  • Nachwachsende Rohstoffe.
  • Vermeidung von umwelt- und gesundheitsschädlichen Toxinen.
  • Einbindung des Gebäudes in die natürliche Umgebung.
  • Farben auf Pflanzenbasis.
  • Niedriger Energieverbrauch.
  • Gute Dämmung.
  • Verwendung erneuerbarer Energien wie Sonnenkraft und biologische Brennstoffe.
  • Nachhaltige Wassernutzung.

Ein Beispiel für ein ökologisch gebautes Haus ist das Hobbit-Haus von Simon Dale und seiner Familie in Wales.

Kannst du dir vorstellen ökologisch zu bauen? Oder hast du vielleicht sogar schon ein ökologisches Haus? Erzähle uns davon als Kommentar und diskutiere im Forum.

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