Förderung – Mehr Geld für umweltfreundliches Heizen

21.07.2013 von

Hausbesitzer können sich freuen. Wer mit Pellets, einer Wärmepumpe oder Solarthermie heizt, kann künftig mehr Geld vom Staat bekommen. Die Fördergelder sind allerdings an strenge Bedingungen geknüpft. Dein Bauguide klärt auf und verrät wie man an mehr Geld für umweltfreundliches Heizen kommt.

Förderung für umweltfreundliches Heizen

Entscheiden sich Hausbesitzer für umweltfreundliches Heizen mit erneuerbaren Energien, beispielsweise mit einer Wärmepumpe, können sie auf mehr Förderung vom Staat hoffen. Die Fördergelder machen den recht teuren Einbau der modernen Heizanlagen noch reizvoller.

Moderne Heizungen können gefördert werden. Heizung mit Geldscheinen.

Jetzt lohnt sich die Investition in eine moderne Heizungsanlage, die enrneuerbare Energien nutzt, noch mehr – es gibt mehr Fördergelder. ©Paulwip / pixelio.de

Die Neuerungen treten ab dem 15. August in Kraft und beinhalten höhere Zuschüsse und Bonuszahlungen im Rahmen des Marktanreizprogrammes des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Beide, Privathaushalte und Gewerbetreibende können die Fördergelder für Immobilien in Anspruch nehmen. Die Gelder werden entweder vom BAFA oder der Kreditanstalt für Wideraufbau vergeben, je nachdem wie groß die Anlage ist. Die KfW fördert große Anlagen im Rahmen des Programms Erneuerbare Energien Premium.

Neuerungen im Detail

  • Solarthermie: Zusätzlich zu den 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorenfläche, erhält man nun zudem 1.500 Euro pro Anlage.
  • Wärmepumpe: Die Fördersumme für Wärmepumpen wird um 400 Euro erhöht.
  • Kombination: Verbindet man die Technik von beispielsweise einer Solarthermieanlage und einer Wärmepumpe erhält man einen Bonus von weiteren 500 Euro.
  • Pellets: Auch bei Pelletsheizungen erhöht sich der Grundbetrag um 400 Euro.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch der Einbau von Großanlagen in Neubauten gefördert werden.
  • Große Solaranlagen mit einer Kollektorenfläche von mehr als 40 Quadratmetern erhalten statt der bisher 30 Prozent  der Investition bis zu 50 Prozent der Tilgungszuschüsse.

Technische Voraussetzungen der Wärmepumpe

Die technischen Voraussetzungen für eine Wärmepumpe wurden bereits erneuert und bleiben auch ab dem 15. August bestehen. Lese hier mehr über die Wärmepumpenförderung 2012. Zusammengefasst bedeutet dies:

  • Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe muss eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,5 aufweisen.
  • Für eine Erdwärmepumpe beträgt die angestrebte JAZ mindestens 3,8 in Wohnimmobilien und 4,0 in Gewerbeobjekten.
  • Der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage wird Pflicht.

Darüber hinaus bedeutet eine bessere Dämmung der Wohnimmobilie auch mehr Geld für Wärmepumpe, Pellets und Solarthermie. Wird das Haus so gedämmt, dass es dem „KfW-Effizienzhaus 55“ entspricht, hat man das Recht auf den Effizienzbonus, der den Grundförderbeitrag für eine Wärmepumpe, eine Soalrthermieanlage oder eine Pelletsheizung nochmals um die Hälfte erhöht.

Spielst du mit dem Gedanken, eine Pelletsheizung, Wärmepumpe oder Solarthermieanlage zu installieren ist der Zeitpunkt günstig. Durch die verbesserte Förderung werden umweltfreundliche Heizanlagen attraktiver – der Energiewende in Privat- und Gewerbeimmobilien wird der Weg geebnet. Hast du Fragen oder Anmerkungen zur Förderung oder zum Thema umweltfreundliches Heizen, dann schreibe uns ins Forum oder kommentiere diesen Artikel.

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