Sparen mit dem Energieberater

20.08.2013 von

Das Heizen verursacht in Privathaushalten mehr als zwei Drittel der Energiekosten. Durch kleinste Maßnahmen oder größere Sanierungsprojekte kann ein großer Teil an Energie- und Heizkosten eingespart werden. Energieberater geben simple Tipps oder helfen bei der Planung ganzheitlicher Sanierungskonzepte. Dein Bauguide verrät dir, auf was du bei der Wahl eines Energieberaters achten solltest.

Energieberater hilft beim Sparen

Steigende Heizkosten, immer höhere Strompreise – die Belastungen für Privathaushalte werden wohl auch in Zukunft nicht weniger. Um die Kosten für Heizung und Strom zu senken können Energiespartipps vom Energieberater helfen.

Mit einfachen Tipps oder ausführlicher Beratung helfen Energieberater die Energiekosten zu senken.

Mit einfachen Tipps oder ausführlicher Beratung helfen Energieberater die Energiekosten zu senken. ©  Dr. Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de

Die kleinen Tipps können kostengünstig oder sogar gratis in Anspruch genommen werden. Wird im Zuge eines energetischen Sanierungskonzepts ein Energieberater engagiert, kann das schon mal ein paar hundert Euro kosten – die sich aber mit Sicherheit lohnen.

So hilft der Energieberater

Der Energieberater gibt Tipps, wie mit einfachen Tricks im Haushalt Energie gespart werden kann. Außerdem ermittelt der Energieberater die Ursachen für den hohen Energieverbrauch, wie beispielsweise Wärmebrücken, die sich mit einer Wärmebildkamera aufdecken lassen.

Energieberater klären zudem Fragen bezüglich verschiedener Heizsysteme wie Wärmepumpen oder Pelletsöfen und geben Ratschläge, wie die Dämmung verbessert werden kann und welche Materialien zur Auswahl stehen.

Zudem können mit einem Energieberater Finanzierungsfragen und Fördermöglichkeiten abgeklärt werden.

Ablauf der Energieberatung

Kleine Tipps auf die Schnelle lassen sich bei den Verbraucherzentralen in Erfahrung bringen. Ein Anruf genügt. Für eine etwas ausführlichere Beratung kann man sich zudem online oder bei einem persönlichen Termin Rat holen.

Ist eine größere energetische Sanierung geplant kommt der Energieberater zu einem Vor-Ort-Termin. Er beurteilt dann den Zustand des Gebäudes und entwickelt gemeinsam mit den Bewohnern ein umfassendes Maßnahmenkonzept.

Wahl des richtigen Energieberaters

Einen Energieberater findet man über die Verbraucherzentralen, regionalen Energieagenturen oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Bei der Wahl des richtigen Energieberaters sollte jedoch auf folgendes geachtet werden:

  • Der Energieberater sollte unabhängig sein. Nur so berät er objektiv und fernab von kommerziellen Interessen einer Firma.
  • Der Energieberater sollte Fachwissen aus dem Bereich Architektur oder Ingenieurwesen mit Schwerpunkt im Gebäudebereich mitbringen.
  • Willst du die Dämmung verbessern, wählst du einen Energieberater der sich besonders damit auskennt – bei der Heiztechnik gilt das gleiche. Spezifisches Fachwissen ist die Basis für die richtige Beratung.

Kosten der Energieberatung

Je nach Umfang der Beratung fallen die Kosten unterschiedlich hoch aus – von Gratistipps bis zu mehreren hundert Euro.

Die Broschüren und Onlineberatung bei den Verbraucherzentralen sind kostenlos. Für eine Beratung am Telefon fallen die angegebenen Telefonkosten an. Ein Termin in der Beratungsstelle kostet nur wenige Euro, der kurze Vor-Ort-Termin etwa zwischen 40 und 50 Euro.

Soll ein vollständiges Sanierungskonzept ausgearbeitet werden, sollte die Wahl auf einen Energieberater fallen, der beispielsweise vom Bundesamt für Ausfuhr und Wirtschaftskontrolle zugelassen ist.

Ein Gutachten eines zertifizierten Energieberaters kostet im Schnitt etwa 600 Euro. Die Beratung kann aber vom Staat mit maximal 50 Prozent der Gesamtkosten bezuschusst werden, höchsten jedoch 400 Euro bei Einfamilienhäusern und 500 Euro bei Mehrfamilienhäusern.

Kommentiere gerne diesen Artikel oder stelle Fragen im Forum wenn du weitere Tipps und Hilfe zum Thema Energieberater brauchst.

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