Luft-Wasser-Wärmepumpe – Innen- oder Außenaufstellung

06.07.2013 by

Energie wird immer teuerer und so machen sich Verbraucher natürlich Gedanken darüber, wie man diese Kosten auffangen kann. Insbesondere beim Heizen lassen sich mit alternativen Technologien wie der Luft-Wasser-Wärmepumpe Einsparungen erzielen. Schließlich steht Luft als Wärmequelle überall kostenlos zur Verfügung und darf jederzeit auch ohne Genehmigung genutzt werden.

Das Funktionsprinzip der Luft-Wasser-Wärmepumpe

Als Wärmequelle dient der Luft-Wasser-Wärmepumpe grundsätzlich die Umgebungsluft, die ohne großen Aufwand und nahezu überall erschlossen werden kann.

Die Außenluft wird mittels spezieller Ventilatorensysteme angesaugt. Im Systemkreislauf wird der Luft die Wärme entzogen, um damit das Innere eines Gebäudes heizen zu können. Die abgekühlte Abluft wird dann wieder ins Freie abgegeben.

Die benötigte Technik, welche universell einsetzbar ist und damit insbesondere für die Sanierung von älteren Gebäuden und Heizungsanlagen eine interessante Alternative bietet, kann wahlweise innerhalb des Gebäudes oder im Außenbereich aufgestellt werden.

Genehmigungsfrei, kostensenkend und platzsparend

Im Vergleich zu anderen Wärmepumpensystemen benötigt die Luft-Wasser-Wärmepumpe weniger Platz. Gebäude, bei denen wenig Platz im Heizungskeller verfügbar ist, bringt die Möglichkeit, die Technik im Gartenbereich aufstellen zu können, zudem Flexibilität. Ausserdem müssen nicht erst aufwendig Genehmigungen eingeholt werden, um die Luft-Wasser-Wärmepumpe installieren zu dürfen und ganzjährig einzusetzen. Denn ein Vorteil der Luft-Wasser-Wärmepumpeliegt darin, diese in einem heißen Sommer auf Kühlung umstellen zu können.

Je nach Temperatur der Wärmequelle benötigt sie mehr oder weniger Strom zum Erreichen der benötigten Vorlauftemperatur, zum Betrieb und zur Verdichtung der gewonnenen Wärmeenergie. Allerdings liegen die Energiemengen weit unter den für den Betrieb anderer Heizungsanlagen erforderlichen.

Auch in der Anschaffung zeigt sich die Luft-Wasser-Wärmepumpe als günstige Alternative, deren Kosten sich schnell amortisieren. Zudem müssen keine Zusatzkosten für aufwendige Erdarbeiten im Außenbereich einkalkuliert werden.

Funktionsweise einer Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nimmt die in der Außenluft vorhandene Wärmeenergie auf und gibt diese an den Heizkreislauf und das Brauchwasser ab.

Die Effizienz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen-Systeme erreichen eine Vorlauftemperatur von bis zu 75 Grad Celsius, wobei in einem Temperaturbereich bis 55 Grad Celsius die größte Effizienz zu messen ist.

Da eine staatliche Förderung nur bei einer gewissen Mindest-Jahres-Arbeitszahl der Anlage, die als Effizienzstandard festgelegt ist, möglich wird, sollten Verbraucher sich vor der Anschaffung über das jeweilige Modell und dessen Fördermöglichkeiten erkundigen.

Aufstellungsmöglichkeiten der Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe kann sowohl in Innen- oder Außenaufstellung als auch in Splitbauweise, also innen und auße, erfolgen. Allerdings sollte die Anlage nicht im Wohnbereich, sondern in unbeheizten Abstell- oder Kellerräumen untergebracht werden. Die Räume sollten zudem belüftbar sein, damit die relative Luftfeuchtigkeit niedrig gehalten wird.

Entscheidet man sich für eine Aufstellung im Außenbereich, so muss ein Platz mit einem waagerechten, frostfrei verlegtem Fundament gewählt werden. Ein Mindestabstand zu festen Wänden ist dabei ebenfalls unerlässlich, da ein freies Ausblasen der abgekühlten Luft gewährleistet sein muss. Ansonsten könnte die Luft-Wasser-Wärmepumpe diese wieder ansaugen, was zu einem Kurzschluss führen könnte.

Für den Anschluss an die Heizung innerhalb des Hauses müssen wärmeisolierte Rohre im Erdreich verlegt werden und zudem sollte eine Schallabdichtung erfolgen, um die Nachbarschaft nicht unnötig mit Betriebslärm zu belasten.

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