Fußbodenheizung – Kosten und Fakten

06.02.2014 von

Eine Fußbodenheizung zu installieren ist eine relativ einfache Möglichkeit für das besondere Luxusgefühl zuhause zu sorgen – ganz egal, man sich für eine Heizung mit Heizkabel oder Heizmatte, wasser- oder strombetrieben, entscheidet. Dein Bauguide hat ein paar Tipps zusammengestellt, an was man denken muss und schaut sich die unterschiedlichen Systeme einer Fußbodenheizung und Kosten etwas  genauer an. Kommentiere gerne diesen Artikel oder schreibe uns ins Forum. Lese unter dem Menüpunkt Energie mehr zu unterschiedlichen Heizsystemen.

Checkliste vor der Installation

Bevor eine Fußbodenheizung installiert wird, gilt es ein paar Fragen zu klären:

Heizschlingen einer Fußbodenheizung.

Fußbodenheizungen sind als elektrisch betriebene Schlingen oder Matten, oder mit Rohen, in denen Wasser zierkuliert erhältlich.

  • Bist du bereit etwas mehr zu zahlen und einen warmen Boden zu bekommen? Fußbodenwärme ist angenehm, hat aber ihren Preis und laufende Kosten.
  • Weißt du, ob der Boden für Fußbodenwärme geeignet ist? Reicht die Dämmung? Kennst du die Antwort auf diese Fragen nicht, ist es an der Zeit einen Heizungsinstallateur zu Rate zu ziehen.
  • Kläre vorher Versicherungsfragen.
  • Willst du nur einen Raum mit einer Fußbodenheizung ausstatten oder mehrere? Überdenke deinen Beschluss genau, um nicht später eine weitere Installation durchführen lassen zu müssen.
  • Willst du die Fußbodenheizung selber installieren? In diesem Fall solltest du dir der Sache besonders sicher sein. Eine falsch eingebaute Fußbodenheizung kann zu Feuchtigkeitsschäden und dem Verlust des Versicherungsschutzes führen.

Fußbodenheizung mit Warmwasser

Bei einer warmwasserbasierten Fußbodenheizung wird der Raum durch unter dem Fußboden verlaufende Rohre erwärmt, in denen warmes Wasser zirkuliert. Diese Variante, ist im Vergleich zu anderen Systemen in der Installation etwas teurer, hat aber niedrigere laufende Kosten. Eine wasserbasierte Fußbodenheizung passt besonders gut, wenn man bereits eine Warmwasserheizung hat. unter Umständen müssen jedoch zusätzliche Regler angebracht werden.

Fußbodenheizung mit Heizkabel oder Heizmatte

Eine Heizmatte ist eine besonders praktische und einfache Lösung, die mit den meisten Böden funktioniert. Hast du einen gefliesten Boden, können die Matten direkt unterhalb der Bodenbeschichtung auf dem Estrich verlegt werden. Normalerweise gibt es alles, was man braucht im Baumarkt. Jedoch sollte der Anschluss der Heizung durch einen Elektriker erfolgen, um die Garantie zu behalten. Heizmatten eigenen sich besonders für große Räume, da man sie einfach ausrollen kann.

Eine andere Alternative sind Heizkabel– oder –Schlingen. Diese passen besonders gut unter Parkett oder Laminat. Die Wärmekabel werden einfach in Schlingen unter dem Boden verlegt. Allerdings benötigen diese Schlingen mehr Platz (10-15 mm) als eine flache Wärmematte (3-5 mm). Der klare Vorteil: Wärmekabel passen besonders gut bei verwinkelten Räumen.

Isolierung und Art des Bodens

Die Grundidee der Fußbodenheizung ist, dass die Wärme nach oben abgegeben wird und nicht nach unten entweichen kann. Deshalb muss unterhalb der Fußbodenheizung ausreichend isoliert werden. Da die Wärme bei guter Bodenisolierung nach oben steigt, gilt gleiches für das Dach. Auch hier sollte ausreichend gedämmt werden, damit nicht zu viel Wärme verpufft. Außerdem eignen sich einige Bodentypen besser für eine Fußbodenheizung als andere. Fliesen und Klinker geben die Wärme gut nach oben ab, während Holzböden eher schlechter leiten und die Heizung so an Wirkung verliert.

Sparpotenzial von Fußbodenheizungen

Eine Fußbodenheizung ist nicht nur ein Luxus der kostet. Unter den richtigen Voraussetzungen können die Heizkosten gesenkt werden. Mit einer Bodentemperatur zwischen 22 und 24 Grad kann die Raumtemperatur immer noch angenehme 20 Grad betragen. Jedoch muss die Isolierung stimmen. Aufgrund der langen Lebensdauer von Fußbodenheizungen rechnet sich die Investition in jedem Fall. Eine Warmwasserheizung kann bis zu 40 Jahre halten, die elektrisch betriebenen etwa 25.

Fußbodenheizung: Kosten

Was kostet eine Fußbodenheizung? Es liegt auf der Hand, dass die Preise stark variieren, je nachdem wie groß der Raum ist, welchen Handwerker du wählst, die Marke und vieles mehr. Deshalb können wir nur eine große Schätzung abgeben, was Fußbodenheizungen kosten.

  • Warmwasserbasierte Fußbodenheizung: 30-70 Euro pro Quadratmeter.
  • Elektrisch betriebene Fußbodenheizungen liegen bei etwa 40 Euro pro Quadratmeter.

Generell lässt sich sagen, dass man die Kosten auf zwei Arten senken kann:

  • Je größer die Fläche, desto niedriger wird der Quadratmeterpreis.
  • Auf der Basis von mehreren Angeboten lässt sich genau vergleichen. Hole deshalb immer mehrere Angebote ein.

Welche Erfahrungen hast du mit Fußbodenheizungen gemacht? Oder hast du Fragen? Schreibe uns einen Kommentar oder ins Forum. Und schaue gerne auf unserer Facebookseite vorbei!

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12 kommentarer

  1. SI

    Hallo,
    ich denke darüber nach im Bad eine elektrische Fußbodenheizung verlegen zu lassen. Das Bad ist nur 3 m2 groß, trotzdem habe ich Sorge, dass die elektr. Heizung zur Kostenfalle werden könnte. Wie hoch könnte der Verbrauch im Jahr sein? Und mit welchen Kosten müsste ich wohl rechnen im Vergleich zur „normalen“ Heizung?

  2. CK

    Wir sind momentan auch am Überlegen, wie am Besten isoliert wird, entweder die (gewölbte) Kellerdecke (macht das überhaupt Sinn, wenn die Decke erst mitgewärmt wird?) oder das alte Laminat und Dielen raus, Isolierung drauf und Trockenbau Fußbodenheizung drüber. Jeder erzählt was anderes. Zu hoch möchten wir auch nicht aufbauen, weil die Brüstungshöhe der Fenster dann zu niedrig wird, diese ist bereits jetzt nur noch 80 cm.

    • deinbauguide

      Die Kellerdeck soll von unten gedämmt, und die Räume darüber mit Fußbodenheizung beheizt werden? Schwierig. Auch wenn gut gedämmt wird etweicht doch viel Wärme nach unten und der Effekt der Fußbodenheizung wird wohl vermindert. Das verschwendet Energie. Vielleicht eine Kombination aus beiden Varianten? Eine richtig gute Dämmung der Kellerdecke plus einer Dämmung unter der Fußbodenheizung, die so dünn wie möglich, aber so dick wie nötig ausfällt?

      • CK

        „Eine richtig gute Dämmung der Kellerdecke plus einer Dämmung unter der Fußbodenheizung, die so dünn wie möglich, aber so dick wie nötig ausfällt?“

        Das wäre eine Möglichkeit, an die ich noch nicht gedacht hatte. Was gibt es denn für flache Isolierung?

        Im EG sind es ca. 100 qm für die Fußbodenheizung. 90qm sind mit Laminat und 10 qm mit Fliesen bedeckt. Ich bin am überlegen, ob man nicht das Laminat, Fließen und die Dielen darunter entfernt und zwischen den Balken (Wo Stroh und Sand liegt) dann eine Dicke Isolierung legt, dann wäre der Aufbau (trotz abgehängter Deckenhöhe von 2,80m) und isoliert wäre dann auch, aber ob ausreichend, da ja Wärme über die Balken verloren geht?

        Im OG ebenfalls ca. 100 qm für die Fußbodenheizung, dort sind über den Dielen OSB-Platten verschraubt und darüber Teppich, dort müsste eigentlich nicht für die flache Fußbodenheizung isoliert werden.

        • deinbauguide

          Diese „doppelte“ Dämmung war auch eher eine spontane Idee. Natürlich sollte man sich dazu mit einem Experten beraten, ob das überhaupt möglich und sinnvoll ist.

          Die Dämmung zwischen den Balken klingt nicht schlecht. Holz ist ein schlechter Wärmeleiter. Trotzdem muss natürich abgeklärt werden, ob und wie viel Wärme über die Balken entweicht.

          Wir hören uns mal weiter um 🙂

  3. Bauen

    schön geschrieben und Interresant. bin gerade dabei eine Fußbodenheizung einzubauen. Dabei möchte ich auf bestehenden Boden einfach nach oben isolieren (habe Raumhöhe von 3Metern). Mir stellt sich nur die Frage wie ich am besten den bestehenden Boden (Fließen) am besten versiegeln / verscheißen kann. gibt es hierfür spezielle Matten? Oder einfach sofort mit Styrodur losstarten? Danke!

    • deinbauguide

      Schön, dass Platz nach oben vorhanden ist. Dann kann eine außreichend dicke Dämmung erzielt werden. Wir haben uns mal umgehört und einen Tipp bekommen: Mineralfaserplatten mit einer Steifigkeit von 9-70 MN/m3 und einer maximalen Stauchung von 2mm. Dann dürften puntuelle Belastungen keine Problem sein. Diese Belastungen müssten auch schon beim Estrich mitberücksichtigt werden.

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