Fakten zur Luftwärmepumpe

05.07.2013 by

Luftwärmepumpen werden als Wärmequelle in Kombination mit einer anderen Heizungsart immer populärer. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sie relativ einfach zu installieren sind, sondern auch umweltfreundlich heizen.

Die steigende Nachfrage und technische Weiterentwicklung haben dazu geführt, dass die Luftwärmepumpen auch preislich immer erschwinglicher werden. Luftwärmepumpen funktionieren auf unterschiedliche Art und Weise – abhängig davon, welche Wärmequelle genutzt und an welches Medium die Wärmeenergie abgegeben wird. Drei Beispiele sind: Luft/Luft-Wärmepumpe, Luft/Wasser-Wärmepumpe und Abluftwärmepumpe.

Funktion der Luftwärmepumpe

Eine Luftwärmepumpe gewinnt ihre Energie aus der Umgebungs– oder Abluft. In der eigentlichen Pumpe wird die Wärmeenergie durch einen Verdichtungsvorgang eines Kältemittels gesteigert. Wenn die Temperatur etwa 50 Grad erreicht hat, wird die Wärme an die Heizung im Haus abgegeben – oft an die mit Wasser gefüllten Heizkörper oder eine Fußbodenheizung. Mit dieser Luft/Wasser-Wärmepumpe lässt sich auch das Brauchwasser für Küche und Bad erhitzen.

Wer nicht das gesamte Heizsystem umrüsten möchte, kann es durch eine Luft/Luft-Wärmepumpe komplettieren. Die Wärme wird hierbei durch ein Lüftungssystem im Haus verteilt. Die meisten Geräte können im Sommer zur Klimaanlageumfunktioniert werden.

Luftwärmepumpen beziehen ihre Energie aus der Umgebungs- oder Abluft.

Luftwärmepumpen beziehen ihre Energie aus der Umgebungs- oder Abluft.

Eine Abluftwärmepumpe funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Wärmepumpen, die die Außenluft als Energiequelle nutzen. Wie der Name aber schon sagt, nutzt die Abluftwärmepumpe die in der Abluft vorhandene Wärmeenergie. Voraussetzung ist ein steuerbares Lüftungssystem. Auch eine Abluftwärmepumpe kann für Warmwasser sorgen.

Wirtschaftlichkeit

Luftwärmepumpen sind im Vergleich zu anderen Wärmepumpen relativ billig, müssen allerdings in den meisten Fällen mit einer weiteren Wärmequelle komplettiert werden – vor allem wenn die Außentemperaturen gegen Null sinken. Zudem macht der Antriebsstrom immer einen festen Kostenfaktor aus.

Damit die Wärmepumpe wirtschaftlich arbeitet muss sie an den Wärmebedarf des Hauses angepasst werden.

Fallen die Temperaturen unter 0° Grad, muss auf andere Art und Weise hinzugeheizt werden. Unter -20° lohnt sich der Betrieb einer Luftwärmepumpe nicht mehr, da der Antrieb mehr Energie benötigt als letztendlich Wärmeenergie erzeugt wird. Da die Wärmepumpe mit Strom betrieben wird, kann ein Stromausfall den Betrieb stoppen.

Installation der Luftwärmepumpe

Eine Luft/Luft-Wärmepumpe kann prinzipiell eigenhändig angeschlossen werden. Allerdings weiß der Fachmann genau, welcher Ort sich am besten mit Hinblick auf Luftzufuhr und Lärmerzeugung eignet. Eine Luft/Luft-Wärmepumpe eignet sich am besten für ein erstklassig gedämmtes Haus mit offener Raumaufteilung.

Bei Luft/Wasser- oder Abluftwärmepumpen ist unbedingt ein Wärmepumpeninstallateur gefragt. Die Wärmepumpe selbst sollte dabei nicht unter dem eigenen oder dem Schlafzimmerfenster des Nachbars platziert werden.

Es empfiehlt sich vor der Installation in jedem Fall mehrere Angebote von verschiedenen Wärmepumpeninstallateuren einzuholen, um einen Vergleich bezügliche Qualität, Leistung und Preis ziehen zu können.

Vorteile der Luftwärmepumpe

  • Relativ niedrige Investitionskosten.
  • Umweltfreundlich.
  • Leicht zu installieren.

Nachteile der Luftwärmepumpe

  • Muss bei kalten Außentemperaturen mit einer zusätzlichen Wärmequelle komplettiert werden.
  • Kann zu Lärmbelästigung führen.
  • Abhängig von elektrischer Antriebsenergie.

Wenn du eine Luftwärmepumpe hast, dann erzähle uns gerne als Kommentar zu diesem Artikel davon oder stelle deine Fragen im Forum.

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