Pflastersteine verlegen

11.02.2014 by

Zeit Pflastersteine auf der Auffahrt oder im Garten zu verlegen? Hier berichtet Dein Bauguide woran man denken muss und welche Probleme entstehen können. Lese unsere Tipps zum Pflastersteine verlegen, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Pflastersteine selbst verlegen

Auch wenn man das Haus von Handwerkern bauen lässt, ist der Garten ein Platz, an dem man die Sache gerne selbst in die Hand nimmt. Nicht zuletzt um Geld zu sparen. Der Markt hat sich angepasst und es gibt eine große Auswahl an Pflastersteinen, die man problemlos selbst verlegen kann. Man kann die gesamte Ausrüstung, wie beispielsweise Winkelschleifer, mieten oder kaufen und mit viereckigen Pflastersteinen oder Steinplatten geht die Arbeit leicht von der Hand.

Pflastersteine in verschiedenen Farbnuancen.

Pflastersteine lassen sich nach guter Planung und Vorbereitung relativ einfach selbst verlegen.

Fallstricke

Die größten Fallstricke, die zu einem Misserfolg führen sind, wenn man versucht komplizierte Muster zu verlegen oder die Arbeit an einem leichten Hang auszuführen. Allerdings sollte der Weg eine leichte Neigung haben, damit das Wasser abfließen kann. Profis verwenden Wasserwagen oder Laser, um die benötigte Neigung per Millimeter auszurechnen.

Die Neigung ist wichtig, damit die Platten nicht verrutschen oder springen. Steht das Wasser auf den Platten hat man eine Schwachstelle, da der Untergrund aufweicht und die Oberfläche uneben wird. Außerdem entstehen bei Minusgraden gefährliche Eisflächen. Macht man die Arbeit selbst, muss man sich also der Bedeutung der Neigung bewusst sein.

Pflastersteine wählen

Bevor man mit der Arbeit beginnt, muss man sich natürliche entscheiden welche Pflastersteine man verwenden will. Zu empfehlen ist Naturmaterial wie Schiefer oder Granit, da dieses schöner und auf lange Sicht haltbarer ist. Beton muss nach etwa 15 Jahren ausgetauscht werden. Allerdings kann man Pflastersteine aus Beton relativ schnell verlegen, da die Kanten gerade sind. Ein Fachmann kann etwa fünf bis zehn Quadratmeter Naturstein verlegen, mit Beton sogar 20 bis 40.

Solange man einen Stein mit geraden Kanten wählt ist es nicht besonders schwierig Pflastersteine selbst zu verlegen. Vor allem Muster beeinflussen den Schwierigkeitsgrad. Trotzdem können selbstverständlich große und schwere Steine die Arbeit erschweren.

Du siehst, die Materialwahl ist wichtig – wenn du selbst verlegst oder einen Fachmann beauftragst. Zudem beeinflussen die Haltbarkeit und der Aufwand der Arbeit die Kosten. Wäge also genau ab, bevor Du Dich für ein bestimmtes Material entscheidest.

Unterlage

Ist das Material gewählt beginnt die schwere Arbeit. Jetzt gilt es die Erde auszuheben. Der gesamte Mutterboden muss entfernt werden, da dieser organisch ist. Es handelt sich hierbei meist um eine Tiefe von 30 bis 50 Zentimetern. Sind viele Steine im Boden, sollte man auch diese entfernen, denn sie können sich nach oben bewegen. Im Anschluss wird die Grube mit Kies oder Sand gefüllt.

Schlussendlich sollte man eine homogene Unterlage geschaffen haben. Ist alles eben und senkt sich der Boden, so senkt er sich überall gleichmäßig.

Die Unterlage sollte wie folgt aufgebaut sein:

  • Eine etwa 15 bis 20 Zentimeter dicke tragende Schicht, die verdichtet wird.
  • Eine maximal fünf Zentimeter dicke Schicht mit Vlies, Steinmehl oder Sand. Diese Schicht sollte nicht zu dick sein, denn sie ist im Prinzip nur dazu da, bearbeitet zu werden. In dieser Schicht wird zudem die Fläche markiert und Bewehrungsstahl eingebracht.
  • Nach dem Verlegen der Pflastersteine werden die Fugen mit Fugensand aufgefüllt.

Verschiedene Techniken

Jetzt ist alles vorbereitet und die Steine können verlegt werden. Hier gibt es verschiedene Techniken. Am gängigsten ist, mit einer Reihe zu beginnen und die nächste um einen halben Stein versetzt vor die Fuge zu legen – ungefähr wie eine Ziegelmauer. Die Steine liegen dann sogar unter Belastung stabil.

In anderen Ländern wir ohne Fugen verlegt. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass sich mit der Zeit Risse bilden.

Will man die Fugen beibehalten, aber trotzdem wucherndes Unkraut vermeiden, kann man die Zwischenräume mit selbsthärtendem Material auffüllen. Dieses Fugenmaterial reagiert mit Luft oder Wasser und härtet von selbst aus. Zwar vermeidet man so Gras und Unkraut, allerdings kostet dieses Material mehr als traditioneller Fugensand.

Würdest du dich trauen einen Pflastersteinweg selbst zu verlegen? Hast du Fragen? Dann schreib uns einen Kommentar zu diesem Artikel oder diskutiere mit anderen Lesern im Forum über Pflastersteine.

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